• Ich nehme mittlerweile an, dass sich in meinem Motor Ölschlamm befunden hat, wohl weil die Maschine mehrere Jahre vor dem Verkauf nur rumstand. Zumindest halte ich das bisher für die plausibelste Erklärung für den Ventilklemmer, den ich bei einem Kaltstart nach dem Wechsel der Steuerriemen bekam. Genaueres wird sich zeigen, wenn ich den Motor repariere. Da der Austauschmotor auch ohne Wartungsnachweis zu mir kam, habe ich den Motor nach dem Einbau einmal warm gefahren und dann Motorreiniger in den Ölkreislauf gekippt und den Motor 15 Minuten im Leerlauf laufen lassen. Dann habe ich das alte Öl, dass schon sehr nach Sprit roch, abgelassen.


    Der Ölfilter war sehr schwergängig. Ich habe ihn wie immer "von Hand" losgeschraubt. Da kam sehr dunkles Öl aus dem Filter gelaufen. Wie dann der Filter runterfiel sah ich das:


    f6c1872oelfilterdichtqlk44.jpg


    Die Dichtung ist am Motor kleben geblieben! Es ist also wichtig nach dem Abbau des Ölfilters zu schauen, ob die Dichtfläche frei und sauber ist. Wer hier ohne Kontrolle einen neuen Ölfilter draufschraubt verliert sein Motoröl, wenn der Motor unter höchster Last läuft! Das ist gefährlich.


    Die Einbauvorschrift sagt, dass der Dichtring mit Motoröl benetzt werden muß, bevor der Filter aufgeschraubt wird. Das wurde hier wohl unterlassen.


    f6c1873hondaoelfiterwlks8.jpg


    Das war im übrigen ein original Hondafilter.


    Jetzt fahr ich ein paar hundert Kilometer und dann gibt es einen weiteren Ölwechsel und danach geht es weiter im normalen Wartungsintervall.

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

    Rollender Donner und schweres Metall tragen mich wie ein Sturmwind über das Land!

    :wink2:1234511

    Weltfrieden!

  • Hat alles super geklappt! Vielen Dank für die Anleitung!

    :danke:

    Hätte ich vorher mal ganz genau hingesehen, hätte ich erkannt, dass das Öl nicht durch die Öffnung des abgeschraubten Ölmessstabes rein muss.

    Habe ich mich abgemüht und die Welt verflucht. Und geschwitzt bis da die 3,7 Liter endlich drin waren. :doof:


    Der dicke Strohhalm eines 1L-Orca--Trinkbechers aus Seaworld Florida passte genau in die Öffnung.

    Auf der anderen Seite, passte an den Ziehharmonika-Stellen des Strohhalmes mein kleinster Trichter aus dem Modellbau drauf.

    ML für ML lief das frische Öl in Zeitlupe ein..


    Bei den ersten Ölpump-Vorgängen kann ich einen Tipp geben, der bei mir gut funktioniert hat:

    Den Anlasser wirklich nur eine halbe Sekunde antippen. Dreht kurz an, startet nicht, alles easy. 10 Sekunden warten, wiederholen..

    Habe das so etwa fünf Mal durchgeführt und dann gestartet, Öllampe ging sofort aus, alles wie gehabt.

    5 Sekunden laufen lassen ausgemacht, und Ölfilter und Schraube untersucht, alles dicht..

    30 Minuten gewartet, Ölstand gemessen, bißchen nachgefüllt, fertig.

    Am Folgetag nochmals nach Tropfen (Dichtigkeit) geschaut, alles gut!

    Nochmals kalt gemessen, genau am obersten Strich!

    Heute gehts raus :skipper:


    Vielleicht hilft ja jemandem meine Erfahrung :P

  • Ich hatte mein Öl geprüft und mich erschrocken. Der Stab war trocken. Also Ölfilter und Öl bestellt und los gings. Herrlich ist, dass man an alles gut dran kommt. Ich hatte vorab die Anleitung hier im Forum gelesen - bei mir waren ein paar Dinge abweichend.


    Die Ölablass -Schraube war keine 19er sondern eine 17er. Sie ließ sich leicht lösen und das Öl kam heraus. Ich hatte damit gerechnet, dass es keine 3,7 Liter waren - aber es kam überraschend viel. Dann wollte ich den Ölfilter abschrauben. Mit der Hand war das nix. Ich hatte keine Chance. Also ab in den Baumarkt, wo es leider keinen Ölfilter-Aufsatz in 60 mm gab. Also kaufte ich ein Universal - Teil mit Gummiband. Auch damit keine Chance. Ab zu ATU, wo sie fast nichts hatten, dann zu einem Autozubehör - Laden, wo ich ein Universal - Teil aus Metall bekommen habe, das stabil aussah. Obwohl ich es mit aller Kraft angezogen hatte, konnte ich den Ölfilter nicht abschrauben. Das Metall glitt am Ölfilter ab. Also legte ich einen Streifen Gummi unter das Metall. Jetzt hielt es. Allerdings brauchte ich massive Kraft, um den Filter zu lösen. Keine Ahnung wer das angeknallt hatte, aber einen Drehmoment - Schlüssel hatte er garantiert nicht benutzt. Apropos Drehmoment: In der Anleitung oben stehen für den Ölfilter 12 Newtonmeter als Drehmoment. Im Werkstatthandbuch stehen 24 Newtonmeter., was ich aber erst später gelesen habe. Ich habe die Schraube mit 14 Newtonmeter angezogen und das fühlte sich gut an. Alles ist dicht.


    Also kurz anlaufen lassen. Die Ölwarnlampe war von Anfang an aus. Wieder ausgemacht, Gewartet. Wieder angemacht und ein bisschen länger laufen lassen. Schließlich habe ich sie warmlaufen lassen. Nachdem ich ein paar Minuten gewartet hatte, zog ich den Messstab und erschrak wieder: Er war trocken. Dabei hatte ich exakt 3,7 Liter Öl eingefüllt.


    Und hier meine Frage: Messt ihr den Ölstand auf dem Seitenständer stehend oder waagrecht? Denn wenn ich sie waagrecht stelle, passt der Ölstand. Ich gehe als davon aus, dass das Moped gerade aufstellen muss zum Messen - oder?


    Eingefüllt habe ich 10W30 HT, weil das auch die Honda - Werkstatt immer genommen hatte.

  • Heute habe ich gesehen, dass unter dem Ölfilter minimal Öl war. Ob ich nun nicht richtig saubergewischt habe oder etwas austritt weiß ich nicht. Allerdings habe ich ja nur mit 14 Newtonmeter festgezogen. Laut einem Beitrag hier sollten es nur 12 sein. Im Werkstatthandbuch stehen 28 Newtonmeter. Wie fest ist nun richtig? Ich werde nachziehen, hoffe aber dass mir hier jemand Gewissheit geben kann.

  • Ok - das mit 24 Newtonmeter im Werkstatthandbuch war Quatsch. Ich habe gerade noch einmal nachgelesen. Ich gucke morgen erstmal ob noch Öl kommt und ziehe nicht nach. Ich habe zwei Handbücher gefunden. In einem steht 12 Newtonmeter, im anderen 10 Newtonmeter. Also sollte es fest genug sein. Den O-Ring habe ich eingeölt vor dem Einsetzen. Alles war sauber und glatt. Vorher hat sie nicht geölt.