Hinterrad einbauen

  • Einleitung


    Das Hinterrad ist ausgebaut, der Reifen gewechselt, die Felge gepflegt. Nun ist noch Zeit für einige vorbereitende Arbeiten.

    Ich habe die Bremsscheibe von Bremsabrieb gereinigt. Dabei bekommt der Bereich, auf dem die Bremsbeläge arbeiten sollen, einiges an Pflegemitteln ab.

    Also muß die Bremsscheibe gereinigt werden!


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    Und wenn du irgendwo eine Flasche Bremsenreiniger für 1,50 das Stück kriegen kannst, nimm mehr als eine! Weil das Zeug ist das selbe wie "Pilot Starthilfe Spray". Damit startet jeder renitenter Motor!


    Um weil wir gerade alles los haben:


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    messen wir die Dicke der Bremsscheibe: 7,1 mm, Verschleißmaß ist 6 mm, da ist noch genug Material, es besteht also kein Handlungsbedarf!



    Sicherheit geht vor! Nun wird der Hinterachsantrieb mit einer Stütze gesichert. Nicht das das Mopped rückwärts vom Heber kippt, nur weil das Gewicht des Hinterrades dazukommt!!!


    Fetten mit Molykote G-n Plus Paste


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    Der Staubschutzring braucht etwas Zuwendung!


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    Und auch der Antriebsflansch wird nun ordentlich gefettet! Ich benutze dazu einen breiten Borstenpinsel. Sowas hat man einfach, wenn man Kinder hat.


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    Das Gegenstück, die Verzahnung im Hinterachsantrieb wird ebenfalls gefettet. Soweit die Vorbereitungen.




    Hinterrad einsetzen

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    Ich haben also das Hinterrad schräg unter dem Kofferträger in Position geschoben und aufgerichtet. Jetzt folgt ein kleiner Kraftakt.


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    Anheben, etwas vor und zurück drehen und auf die Verzahnung schieben. Und immer schön vorsichtig, weil sich das Mopped auf dem Moppedheber dreht, wenn man da zu viel Kraft aufwendet! Aufgepasst!!!


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    Nun wird die Hülse wieder eingesetzt. Zur Kenntnisnahme: Beachtet hier bitte, dass das Rad nach links runter hängt. Es ist sehr gut zu sehen. Die Öffnung der Hülse sitzt tiefer als die Öffnung für die Achse in der Schwinge!


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    Jetzt entfernen wir die Pappe, die die Bremsbeläge am Platz hielt und setzen die Bremsbacke wieder auf die Bremsscheibe. Zwei trockene Schläge mit der Faust und die Bremsbeläge rutschen über die Bremsscheibe.


    Jetzt treiben wir von rechts die Hinterradachse wieder ein:


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    Ich habe sie natürlich gereinigt, geglättet und gefettet!

    Die Achse gleitet rein bis sie links durch die Hülse durch ist. Dann blockiert sie -

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    - etwa in dieser Stellung. Ich hatte ja oben gezeigt, dass das Rad nach links runter hängt. Die Achse schlägt an der Schwinge an und kann nicht weiter. Deshalb müssen wir jetzt das Rad leicht anheben:


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    Gaaaanz vorsichtig angesetzt und hochgepumpt. Wir wollen nur das Rad leicht anheben damit die Achse auf die Höhe der Achsbohrung in der Schwinge kommt. Also vorsichtig zu Werke, nicht dass das Mopped vorwärts vom Heber kippt!!!


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    Jetzt scheint die Höhe zu stimmen! Wir können nun die Achse vorsichtig weiter mit dem Plastikkappenhammer eintreiben. Und wieder blockiert sie!


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    In dieser Stellung ist das Gewinde der Achse in die Bohrung der Schwinge eingedrungen, aber die Kante am Übergang des Gewindes zur zylindrischen Achse kantet sich am Rand der Achsbohrung in der Schwinge fest. Jetzt also noch Mal leicht am Rad gedrückt und gezogen und unter leichten Schlägen mit dem Plastikkopfhammer rutscht die Achse in ihre Endposition!


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    Jetzt wird die Hinterradbremse mit dem Haltebolzen fixiert:


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    Die Reihenfolge ist einzuhalten! Erst den Haltebolzen einschrauben und erst danach die Achsmutter fest ziehen. Man muß nämlich die Bremsträgerplatte etwas drehen, damit der Haltebolzen in das vorgesehene Loch gleiten kann. Und weil diese ganze Hinterachsmimik unter den Koffern verschwindet, arbeiten wir sorgfälltig nach den Vorgaben des Werkstatthandbuches und verwenden einen Drehmomentschlüssel um die Schrauben anzuziehen:


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    Hier: 69 Nm!


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    Jetzt wird die Hinterachsmutter aufgeschraubt.


    Irgendwann beginnt die gut gefettete Achse sich mitzudrehen.


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    Deshalb gibt es auf der rechten Seite ein Innensechskantloch mit dem die Achse fixiert werden kann.


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    Die Achsmutter wird mit 110 Nm festgedreht.


    Letzter Akt:


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    Die 4 Muttern des Hinterachsantriebs fest ziehen. Weil das Kardanrohr so unregelmäßig geformt ist, läßt sich eine Nuß mit Knarre nicht gerade aufstecken. Die Verwendung eines Kardangelenks hinter der Nuss ist hier zwingend notwendig, weil sich sonst diese Muttern nicht mit dem Drehmomentschlüssel fest ziehen lassen.

    Anzugsmoment: 64 Nm!


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    Somit ist das Hinterrad wieder montiert!

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

    Rollender Donner und schweres Metall tragen mich wie ein Sturmwind über das Land!

    :wink2:1234511

    Weltfrieden!