Beiträge von Spremberger

    Hallo,


    ich wollte für das Thema Anlasser / Lichtmaschine nicht extra einen neuen Thread aufmachen. Beides habe ich mal zerlegt, um mir ein Bild vom Zustand nach 50Tkm zu machen.


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    Der Anlasserschleifring sieht sehr gut aus, kaum Verschleiß an den Kohlebürsten.


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    Das Planetengetriebe hat Reinigung und neues Fett (Lucas X-TRA Heavy Duty) verdient.


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    Ebenso kaum Verschleiß am Schleifring des Generators.


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    Hier liegen die Kohlebürsten bei ca. 50%, sind also noch gut für 40Tkm.


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    Und vielleicht noch ein Tipp zur Montage: in den Kohlebürsten befinden sich Löcher als Verschleißmarke, ein weiteres befindet sich oben auf den Taschen. Wenn man die Bürsten in die Taschen drückt, und einen dünnen Metallstift durch alle drei Löcher steckt, werden die Bürsten in den Taschen gehalten, und der Rotor kann ganz einfach montiert werden.


    Nachtrag: man sollte bei dieser Arbeit auch den Wechsel sämtlicher O-Ringe und Dichtungen einplanen, da diese entweder plattgedrückt oder aufgequollen sind. Steht auch so im WHB.


    Herzliche Grüße,

    Axel

    Nicht pfeifen, eher heulen. Und nicht zu verwechseln mit dem Geräusch, welches die Geradverzahnung im Getriebe macht. Geschmiert wurde am Antrieb ja sicherlich alles, denn auch das (unzureichende Schmierung) könnte eine Ursache sein. Ich würde mir die Teile erst einmal genau ansehen, bevor ich (möglicherweise unnötig) einen Haufen Geld ausgebe.


    Herzliche Grüße,

    Axel

    Hallo,

    ich fange mal hinten an: das Kreuzgelenk, Teilenummer 40200-MZ0-A00, gibt es neu zum Beispiel hier. Ich würde aber das Ganze erst einmal kontrollieren, vielleicht ist ja auch die Verzahnung der Welle oder motorseitig schuld. Der Ausbau ist nicht wirklich kompliziert (ich hatte letztes Jahr zur Wartung alles draußen), ein Motorradlift ist natürlich ungemein hilfreich.


    EDIT: hier noch die Bilder:


    Zapfen motorseitig.jpg

    Zapfen motorseitig


    Kreuzgelenk.jpg

    Kreuzgelenk


    Welle.jpg

    Welle



    Herzliche Grüße,

    Axel

    Eben gerade nicht. Eine mitgeführte ABE reicht nicht mehr aus, es muss zwingend ein Eintrag in die ZB Teil 1 erfolgen, zumindest dann, wenn man bei Kontrollen sicher sein will. Man kann natürlich auch auf ahnungslose Beamte oder kulante Prüfer hoffen.


    Herzliche Grüße,

    Axel

    Es gibt immer wieder Situationen, in denen man mit einem normalen Drehmomentschlüssel nicht an die gewünschten Stellen gelangt. Im Clymer Manual gibt es dafür folgende Lösung:


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    Der Drehmomentschlüssel wird mit einem passenden Adapter verlängert, das einzustellende Drehmoment nach der o.g. Formel (oder mit dem umgekehrten Dreisatz) nach dem Prinzip „doppelte Länge = halbe Kraft“ neu berechnet. Wichtig ist hierbei, dass sich die Verlängerung exakt auf der Achse des Drehmomentschlüssels befindet, sonst wird das Ergebnis ungenau.


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    Hierfür gibt es spezielle Adapter,


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    oder so genannte Hahnen- oder Krähenfußschlüssel.


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    In manchen Fällen kann man sich aber auch mit einem einfachen Ringschlüssel behelfen.


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    In meinem Fall (Muttern der Flansche am Auspuffkrümmer mit 10Nm festziehen) ergab sich aus der Länge Drehmomentschlüssel (175mm vom Drehpunkt bis Mitte Griff) und der Länge Ringschlüssel (100mm) nach der Formel im ersten Bild ein einzustellendes Drehmoment von 6,4Nm.


    Sicherheitshalber habe ich das noch einmal überprüft: eine der vorderen Muttern normal mit 10Nm festgezogen, und danach mit der Verlängerung und 6,4Nm überprüft - hat exakt gepasst.


    Herzliche Grüße,

    Axel

    So, die Montage war dann einfach, deshalb keine Fotos dazu. Aber noch einen Tipp, um die Flanschmuttern rechts innen mit dem richtigen Drehmoment zu befestigen.

    IMG_4565.jpg

    Im Clymer fand ich das.


    IMG_4564.jpg

    So habe ich es umgesetzt . 8mm Inbus-Bit mit flachem 8/10mm Ringschlüssel. (Für die Mutter vorne rechts innen ist eine gekröpfte Ausführung besser.)


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    Nach der Formel im oberen Bild ergab sich bei mir ein einzustellendes Drehmoment von 6,4Nm, um an der Mutter 10Nm zu erreichen.


    Man kann es natürlich auch nach Gefühl erledigen, aber ich habe es gerne genau 🤓


    Herzliche Grüße,

    Axel

    Na klar. Zunächst die Abdeckbleche: Die habe ich gereinigt (Nigrin Technischer Reiniger für Motorräder), abgespült, dann mit Coke Zero (die normale geht auch, ist aber klebrig) und zusammengeknüllter Alufolie abgerieben. Dazu gibt es auch Videos im Netz. Dann nochmals gespült, getrocknet, die verbliebenen Roststellen mit mit Owatrol behandelt, die Spalte an den Schellen mit Owatrol geflutet. Alles 24 Stunden trocken gelassen, die verchromten Außenseiten abgeklebt, die Innenseiten mit Dupli Supertherm Spray silber lackiert. Dann alles bei 160 Grad im Backofen eine Stunde eingebrannt (wie bereits geschrieben, meine Frau hat Spätschicht). Owatrol hält 175 Grad aus, der Lack 800.


    Jetzt die Krümmer: reinigen, Cola und Alufolie wie oben, dann poliert mit Polierwatte (Nigrin) und Wack S100 Metallpolitur. Hartnäckige Stellen mit Dremel und Filzscheibe. Zeitaufwand pro Krümmer etwa eine Stunde. Ich will dann noch die Schweißnähte neu lackieren (Dupli Alkyton hitzefest silber 750 Grad, Dose zum Pinseln), ebenso die drei Endröhrchen (Mipatherm Spray 800 Grad schwarz).


    Das war es eigentlich. Alle Schrauben/Muttern wurden ebenfalls poliert. Die vorderen, kurzen Abdeckungen stecken auf je zwei Silikonpuffern. Diese waren verschlissen und wurden ersetzt. Und natürlich gibt es neue Dichtungen, aber so weit bin ich erst nächste Woche. Dann kommen auch noch ein paar Bilder.


    Nachtrag: ich hatte zum Saisonende sämtliche Gewinde mit Berner MoS2 Rostlöser eingesprüht. Es gab so keinerlei Probleme beim Lösen der Verbindungen.


    Herzliche Grüße,

    Axel

    Hallo,

    um das schöne Wetter kurz vor Saisonstart zu nutzen, habe ich mich noch schnell die Auspuffanlage vom Mopped gekümmert:


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    Die eigentlichen Auspuffe sehen noch ganz gut aus, nur die Krümmer werde ich etwas polieren, und die Schutzgummis ersetzen.


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    Die Abdeckungen bedürfen allesamt jedoch ein wenig Überarbeitung.


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    Cola und Alufolie bewirken hier Wunder; die Spalte habe ich mit Owatrol geflutet, die Roststellen ebenfalls damit behandelt.


    IMG_4539.jpg

    Nun noch auf der Innenseite ein wenig hitzebeständiger Lack, und die nächsten Jahre sollten kein Problem darstellen.

    Wird fortgesetzt 🤓


    Herzliche Grüße,

    Axel


    Hallo,


    einen Ausdrücker gibt es in der Tat nicht. Vielmehr funktioniert die Anlasserkupplung wie eine Art Freilauf (Rollenkupplung), der nur in eine Richtung arbeitet. Der Einbauort ist getriebeseitig.


    Herzliche Grüße,

    Axel

    Ich mache garnix, alle 2-3 Wochen mal 15 min. laufen lassen, alles gut. Seit 15 Jahren.

    15 Minuten ist weniger als Kurzstrecke. Ich hätte da bedenken, den Kondenswassereintrag eher zu verschlimmern. Wenn das 15 Jahre gutgegangen ist zeigt mir das eher, was dieser Motor so aushält.


    Herzliche Grüße,

    Axel

    Kleines Halb-Offtopic dazu: genau das habe ich gemacht, und mich gewundert, weshalb sich das Auffanggefäß nicht füllt. Nun ja, es stand unter dem falschen Schlauch (dem am Ständer) :S


    Ansonsten ist mein Tank randvoll mit Ultimate 102 und etwas Honda Fuel Stabilizer.


    Herzliche Grüße,

    Axel