Beiträge von Waterbrunn

    Das Video war auch von Berni.

    Der Luftfilter ist ja genauso rott wie meiner war. Ein Zeichen für mangelnde Wartung.

    Dann wechsel doch noch das Öl im Hinterradantrieb. Ich schätze, das dürfte auch schon im Zustand der Verwesung sein.

    Du schränkst es selbst ein, Martin. - wenn man einen Ersatzrahmen von Honda bekommt. Ich denke, die Anzahl der dort verfügbaren Rahmen ist gering. Und ich denke, auch das ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Wenn der Rahmen durch einen Unfall verbogen wurde und die Maschine tatsächlich durch den Einbau eines anderen Rahmens gerettet werden soll, ist ein nackter Rahmen aus einer Schlachtung sicherlich preiswerter. Ich sehe das mit Blick auf die Zukunft, in der auch die Versicherung selbst bei Vollkasko den Kauf einer anderen Gebrauchten den Reparaturkosten in einer Fachwerkstatt vorzieht. Aber vielen Dank für die Information.

    Ich möchte noch ein Paar Argumente FÜR den Erhalt der alten Maschine nennen:


    Der Rahmen und die Rahmennummer ist die Seele des Moppeds, seine Identität. Alles außer des Rahmens kann getauscht werden, es bleibt die selbe Maschine.


    Am Rahmen haben wir die Radlager, die Schwingenlager, die Federn und Dichtungen der Federbeine, die Stoßdämpfer, das Kreuzgelenk, den Kardan und den Hinterradantrieb als mögliche Fehlerquellen bzw. Verschleißteile. Dies alles ist relativ einfach zu reparieren bzw. zu ersetzen. Solche Erhaltungsreparaturen fallen ja nicht an allen Teilen gleichzeitig an. Trotz allem müssen diese Teile regelmäßig in Zuge der Wartung kontrolliert werden, man will ja nicht jedes Jahr auf einer großen Tour mit einem anderen Defekt liegen bleiben bis all diese Teile ersetzt sind. Der Kauf einer anderen Maschine mit einer niedrigen Kilometerleistung löst das Problem nicht, denn hier versagen Bauteile wegen Alterung, hauptsächlich Dichtungen oder wegen mangelnder Wartung. Außerdem kennt man ja "seine" Maschine und die Wartungshistorie. Jede andere Maschine ist eine Wundertüte in der Überraschungen der Entdeckung entgegen fiebern. Ich halte das für den wesentlichen Aspekt die eigene Maschine auch bei so einem drastischen Vorfall wie Ausfall des Motors wieder zu reparieren.


    Selbst wenn heute der Motor wegen der Laufleistung von > 250.000 km klapprig wird, ist es zur Zeit zwar wirtschaftlicher einen gut erhalten Rumpfmotor wieder aufzubauen und dann zu tauschen. Aber ich würde diesen verschlissenen Motor trocken einlagern, denn in 10 Jahren kann sich das Bild am Gebrauchtmarkt drastisch geändert haben. Und da lohnt es sich sicherlich den alten Motor wieder herzunehmen, Übermaßkolben einzubauen und ihn neu zu lagern. Das kostet dann zwar ein paar Tausend Schleifen, ist dann aber billiger als eine Gebrauchte in ähnlich gutem Zustand zu kaufen, sofern es sowas überhaupt noch gibt.


    Die Walküre ist ein technisch außerordentliches Fahrzeug, das es verdient über die Jahrzehnte erhalten zu bleiben. Die Exklusivität wird immer größer werden. Und wenn man sagen kann, das ist meine, die habe ich schon seit ..., dann hat das was.


    Gruß, EO

    Also ist es so das dieser Motor den Schaden so oder so gehabt hätte auch wenn die Riemen nicht erneuert worden wären? Und darum hast du den Motor nicht selbst zerstört. Verstehe ich es richtig?


    @ Daniel tut mir leid das zerschreiben.

    Natürlich habe ich den Motor selbst zerstört.

    Ich habe mit dem Nachbarn aus dem Vorderhaus drüber gesprochen, einem versierten Autoschrauber. Der sagte: Wenn es tickert ist es ein Ventil. Ausmachen und nachschauen. Ich bin losgefahren. Das war mein Fehler.

    Dann war es mein Fehler vollsynthetisches Öl reinzukippen ohne eine Motorinnenreinigung zu machen. Das wußte ich nicht. Und ich bin davon ausgegangen, dass ich im Motor einer Walküre niemals so altes und vergammeltes Öl finde, wie in den CX 500 Motoren, die über meine Werkbank gewandert sind.

    Ich denke, dass der Ölschlamm das synthetische Öl so verändert hat, dass es bei 5° eben einen kurzen Ventilklemmer gegeben hat. Also alles meine Fehler, aber ich lerne dabei eine Menge. Und was ich kaputt mache, repariere ich auch wieder. Und ihr habt was zu lesen.

    Information muß fließen! Soll ja keiner meine Fehler wiederholen. Nehmt Werkzeug und macht eigene Fehler!

    :wink1:

    DIe Walküre ist natürlich ein hochpreisiges Mopped, was ja logischerweise zu hohen Ersatzteilpreisen, auch bei Gebrauchtteilen führt. In der CX-Welt ist es üblich einen einbaufertigen Motor trocken eingelagert zu haben. Die Walküren kommen ja nun ins Alter und da ist es sicher langfristig sinnvoll sich beizeiten einen Tauschmotor zu schnappen, wenn er günstig zu haben ist. Wer erst sucht, wenn er ihn braucht, bezahlt mehr!

    Andererseits ist es natürlich wichtig den Erhaltungszustand des restlichen Moppeds zu betrachten. Wurde es artgerecht hergenommen und sieht man ihm die 200.000 km an? Dann ist es sicher wirtschaftlicher sich eine gut erhaltene "neue" zu kaufen, alle Teile zu wechseln, damit die Neue aussieht wie die alte und den Rest der alten zu schlachten und zu verkaufen. So hat man nur die Arbeit des Wechsels der Deko-Teile und des Auseinanderschraubens und Verhökerns der überzähligen Altteile. Wichtig ist eben nur, dass man eine Maschine mit Wartungsnachweis kauft, sonst läuft man Gefahr eine Standuhr zu erwischen, wie das mir passiert ist. Nach 20 Jahren ist die Garantie abgelaufen! Wohl dem, der weiß, welches das gefährliche Ende vom Schraubenschlüssel ist!

    Für alle die nicht dabei waren und alle die meine Beiträge nicht lesen:


    Ich hatte an dem besagten Tag direkt nach Kaltstart des Motors ein leises "Scheck, Scheck, Scheck"-Geräusch im Motor, dass ich vorne verortete und einem Lager einer Andruckrolle zugeordnet hatte. Ein Steuerriemen war viel zu stark gespannt gewesen und die zugehörige Spannrolle drehte nicht frei, sondern blieb nach drei Umdrehungen stehen.


    Ausser dieses Geräusches gab es keinerlei Hinweise, das etwas nicht stimmt. Der Motor nahm gut Gas an und drehte. Da ich nur eine Wartungsfahrt machte, habe ich den Motor als er warm war nur einmal bis 5000 Touren gedreht, da war das Geräusch schon lauter geworden. Der Motor nahm aber trotzdem gut Gas an.

    Letztendlich klang das so, als ob eine Ventileisntellschraube fehlte, also irgendwie wie Omas Nähmaschine. Da hatte ich die Drehzah schon reduziert. Beim Beschleunigen ist dann bei ca 4000 Touren das Ventil abgerissen. Natürlich klapperte das defekte Ventil weiter. Der Motor drehte aber als wenn er immer noch auf 6 Zylindern lief. Gefahren bin ich ca 20 km, bei 18 km riss das Ventil ab. So und nun schaut nochmal in eure Glaskugeln und geht euren reichen Anekdotenschatz aus dritter Hand durch. Ich werden den kaputten Motor reparieren. "Demnächst in diesem Kino!"

    Und wer nicht wirklich weiß was er macht, sollte die Finger weg lassen oder Waterbrunn, hast Du nicht auch die Riemen gewechselt

    und den Motor geschrottet. Dafür gibt es Fachleute. Also der Aufruf zum basteln sollte sich schon in Grenzen halten.

    Nein, das habe ich nicht! Es wäre schön, wenn du den ganzen Faden lesen würdest, bevor du solche Aussagen tätigst. Das empfinde ich als ehrabschneidend!

    Es war nur 1 Ventil betroffen. Hätte ich den Riemen um einen Zahn versetzt, wäre alle Ventile betroffen., Außerdem hatte ich den Motor von Hand durchgedreht, bevor ich ihn startete. Zumal ich die neuen Riemen ja dann am Austauschmotor eingebaut habe. Mit der selben Methode.


    Worauf willst du hinaus? Das zwei gut ausgestattete Hondahändler völlig ausreichend sind, um alle Walkyren in Deutschland zu reparieren und dass die heutigen und zukünftigen Fahrer es eben hinnehmen müssen sich neben den Reparaturkosten auch die hohen Transportkosten ans Bein zu binden? (Man gönnt sich ja sonst nichts!)


    Eins fehlt aber noch bei deiner Lobeshymne auf die Qualität der Walküre, der ich zustimme, - der Faktor Zeit. Die 20 Jahre sind ein weiterer Aspekt, der seine eigenen Auswirkungen hat. 200.000 km mit einem "jungen" Mopped sind was anderes als 200.000 km mit einem alten Mopped. Für die Späteinsteiger kommt noch das Risiko dazu eine Maschine mit vielen Vorbesitzern zu erwischen oder wie ich eine, die jahrelang als Standuhr gealtert ist und dann über den Tüv gefuscht wurde um sie zu verkaufen.


    Eins noch: Meine bebilderten Reparaturanleitungen und Arbeitsprotokolle als "Aufruf zum basteln" zu bezeichnen, dafür bin ich dir echt böse!

    X/

    Bedauerlicherweise wird die Anzahl derer, die berufsmäßig praktische Erfahrung mit der F6C haben, immer weniger. Vor allem wenn man in den ländlichen Raum schaut. Also entweder betreibt man mit seinem Mopped Werkstatttourismus und lebt damit, dass das kaputte Mopped immer weiter transportiert werden muß, damit es in kompetente Hände kommt oder man lernt selbst schrauben. Dazu gehört auch der Erfahrungsaustausch und natürlich die Hilfe zur Selbsthilfe, denn der Einstieg ist sehr viel einfacher, wenn man jemanden an der Hand hat, der weiss wie es geht.

    Hallo Mike,


    du hast Recht! Das ist ein Fehler meinerseits. Die 25 Nm beziehen sich auf die Bolzen, die die Spannrolle halten. Für die Bolzen des Steuerriemendeckels sind, wie von dir angegeben, 10 Nm korrekt. Dieser Wert wird im WHB an der Stelle, an der der Einbau des Steuerriemendeckels beschrieben wird, NICHT angegeben!


    Gute Arbeit!

    Gruß, EO

    OK - danke für diese Info - so wie dumme Menschen ihre Umwelt zerstören, sind es intelligente Menschen, die Landschaften wieder aufforsten. Bei Landschaftsaufnahmen aus Nordbritanien habe ich ähnliche Gedanken. Da sind es die Schafzüchter deren Tiere jeden Aufwuchs von neuen Bäumen verhindern.

    Hallo Daniel,

    ich bin ja nun kein Langstreckenfahrer, aber ich versuche dir ein paar Gedanken mitzuteilen.


    Die Geräusche treten im 1. und 2. Gang auf, beim Gas wegnehmen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten - es liegt, wie du vermutest, tatsächlich am Kardan und dem Hinterradantrieb oder es liegt an den Gangzahnrädern des 1. und 2. Ganges.


    Im 1. und 2. Gang Gas wegnehmen passiert bei relativ geringer Geschwindigkeit. Wie hört es sich an, wenn du im 3. Gang Gas wegnimmst und die Geschwindigkeit so weit reduzierst, als wenn du im 2. Gang Gas wegnimmst - also irgendwo bei 50 - 60 km/h? Hast du dann ähnliche Geräusche, scheint die Ursache beim Kardan und dem Hinterradantrieb zu liegen, ansonsten wären die Gangzahnräder des 1. und 2. Gangs die Verursacher.


    ABER - hast du genug Öl im Getriebe???


    Gruß, EO

    Hallo Schorsch,


    die Landschafdtsaufnahmen sind beeindruckend - wenn ich aber all diese grünen Wiesen (?) sehe frage ich mich immer wieder: "Wo sind die Bäume?" Wachsen da keine? Haben die alle die Schafe (oder was auch immer) gefressen? Landschaft ohne Bäume sieht für mich immer unvollständig aus aus. Irgendwie fehlt mir da was...


    Gruß, EO

    Hallo Rainer,


    die Ruckdämpfergummies wischst du nach dem Ausbau sauber und fettest sie mit normalem, gelben Mehrzweckfett:


    f6c0539mehrzweckfettu0sbt.jpg


    K 2 K Fett, lithiumverseift, Din 51502


    Die Oberflächen des Antriebsflansches reibst du auch leicht mit gelbem Fett ein, außer (!) die Verzahnung. Die muß damit gefettet werden:

    f6c0602dichtringfetterru0t.jpg


    Molycote G-n Plus Paste


    f6c0603antriebsflansc7dugs.jpg


    f6c0604hinterachsantrexunx.jpg


    Gruß, EO

    Meine Glaskugel sagt: Steuerriemenantrieb.


    Gerade beim Beschleunigen aus niedriger Drehzahl ( da ist das Motorgeräusch noch relativ leise) kann man hören wie die Steuerriemen unter Spannung kommen und die Nockenwellen drehen. Hinzu kommt dann noch das Geräusch der Spannrollen. Das steigt senkrecht auf und wird von der Scheibe zum Fahrer reflektiert. Hört man auf zu beschleunigen läßt der Druck auf die Steuerriemen nach und das Geräusch wird leiser, gleichzeitig wird der Motor bei höherer, konstanter Drehtzahl lauter, weshalb man dann den Steuerriemenantrieb nicht mehr so deutlich hört.


    Wieviel Kilometer hast denn auf der Uhr und wann sind die Steuerreimen gemacht worden? Es kann sein, dass die zu stark gespannt wurden, was die Spannrollen in mitleidenschaft ziehen kann. Dann machen die unter Last immer lauter werdende Geräusche.

    Hallo Rainer,


    schau Mal auf diesem Bild:


    f6c0442hinterachseauszwujb.jpg


    Siehst du den dunklen Ring Rost direkt nach der Verdickung? Dort könnte an deinem Mopped die Achse quasi im Winkelgetriebe festgebackt sein. Rostlöser und Wärme sollten helfen.


    Und hier kannst du sehen, dass die Achse mehrere Stellen hat, wo sie im Rad Kontaktkorrosion bekommen kann.


    f6c0443hinterachsezieg3u4w.jpg


    Wenn also leichte Schläge mit dem Plastikhammer nicht helfen, dann eben auf der rechten Seite Rostlöser und Wärme anwenden, dann ein Stück Hartholz (Buche/Eiche) auf den Gewindeteil der Achse halten und mit einem großen Hammer die Achse treiben. Aber Vorsicht, nicht dass sich das Mopped auf dem Heber dreht!

    Niemals mt einem Metallhammer direkt auf die Achse schlagen!!!


    Viel Erfolg!

    EO

    Bevor ich mir meine Walküre kaufte, hatte ich mit meinem Versicherungsberater gesprochen was die Versicherung kosten würde. Als ich mich überrascht darüber äußerte wie niedrig diese Prämie sei, antwortete er: "Wissen Sie, Männer in ihrem Alter fahren sich nicht mehr tot!"


    Genau wie du es formuliert hast, Urb.