Beiträge von Waterbrunn

    Ich nehme mittlerweile an, dass sich in meinem Motor Ölschlamm befunden hat, wohl weil die Maschine mehrere Jahre vor dem Verkauf nur rumstand. Zumindest halte ich das bisher für die plausibelste Erklärung für den Ventilklemmer, den ich bei einem Kaltstart nach dem Wechsel der Steuerriemen bekam. Genaueres wird sich zeigen, wenn ich den Motor repariere. Da der Austauschmotor auch ohne Wartungsnachweis zu mir kam, habe ich den Motor nach dem Einbau einmal warm gefahren und dann Motorreiniger in den Ölkreislauf gekippt und den Motor 15 Minuten im Leerlauf laufen lassen. Dann habe ich das alte Öl, dass schon sehr nach Sprit roch, abgelassen.


    Der Ölfilter war sehr schwergängig. Ich habe ihn wie immer "von Hand" losgeschraubt. Da kam sehr dunkles Öl aus dem Filter gelaufen. Wie dann der Filter runterfiel sah ich das:


    f6c1872oelfilterdichtqlk44.jpg


    Die Dichtung ist am Motor kleben geblieben! Es ist also wichtig nach dem Abbau des Ölfilters zu schauen, ob die Dichtfläche frei und sauber ist. Wer hier ohne Kontrolle einen neuen Ölfilter draufschraubt verliert sein Motoröl, wenn der Motor unter höchster Last läuft! Das ist gefährlich.


    Die Einbauvorschrift sagt, dass der Dichtring mit Motoröl benetzt werden muß, bevor der Filter aufgeschraubt wird. Das wurde hier wohl unterlassen.


    f6c1873hondaoelfiterwlks8.jpg


    Das war im übrigen ein original Hondafilter.


    Jetzt fahr ich ein paar hundert Kilometer und dann gibt es einen weiteren Ölwechsel und danach geht es weiter im normalen Wartungsintervall.

    Ich hatte beim Entlüften zu früh aufgehört. Ich hatte zwar das halbe Volumen des Vorratsbehälters durchgepumpt ohne das Blasen kamen und dann den Entlüfternippel geschlossen. Das war aber viel zu früh! Bei der Testfahrt öffnete die Kupplung nur auf den letzten 10 mm des Hebelsweges. Wie Berni schrieb, ist das ein Zeichen dafür, dass immer noch Luft im System ist.


    Wenn also nach dem Entlüften der Kupplungshebel zu Anfang des Hebelweges keinen Widerstand hat, dann ist noch Luft im System! Dann muß man weiter pumpen!


    Ich habe also heute nochmals den Entlüfternippel geöffnete und sofort drückte Bremsflüssigkeit raus und mehrere Blasen, die mittlerweile direkt unter dem Entlüfternippel saßen. Heute Nachmittag war es sehr warm. Da hatte die Luft im System einen leichten Druck aufgebaut! Letztendlich habe ich noch das doppelte Volumen des Vorratsbehälters zusätzlich durchgepumpt bis keine großen Blasen mehr kamen. Das hat mich sehr überrascht! Ich habe noch ein Modell, in dem die Kupplungsleitung im Bereich des Rahmens ein Metallrohr ist. Am Übergang von Gummileitung zu Metallleitung und zurück scheinen sich große Blasen fangen zu können. Als ich dann den Entlüfternippel schloß, hatte ich am Kupplungshebel sofort Widerstand. Die Hydraulikflüssigekeit übertrug die Kraft am Kupplungshebel direkt auf den Widerstand der Kupplungsfedern. Alles ist so, wie es sein soll!


    Die Probefahrt verlief wie erwartet geschmeidig!


    Nachdem wir ja oben die verschiedenen Werkzeuge diskutiert haben, die das Entlüften vereinfachen, möchte ich meine eigene Variante vorstellen, die ich heute erfolgreich eingesetzt habe:


    f6c1870entlueftervent3rj44.jpg


    DAS ist ein "Blitzventil" vom Fahrrad. Das habe ich im Fahrradregal im Supermarkt gefunden und für 3,50 € erworben für zwei Stück! Dazu noch ein längeres Stück 4mm PVC-Schlauch und ein kurzes Stück 6 mm PVC-Schlauch für ca 2,00 €.


    Ich habe ein 4 cm kurzes Stück vom 4mm Schlauch auf das Gewinde des Ventils gesteckt. Dann habe ich vom 6 mm Schlauch ein ca 8 cm langes Stück abgeschnitten und das Ventil dort hineingesteckt. In das lange, freie Stück des 6 mm Schlauchs habe ich dann den 4 mm Schlauch gesteckt, der bis zum Boden in das Auffanggefäß reicht. Ich nahm an, das die weite Überlappung zwischen 6 mm und 4 mm Schlauch ausreichen würde, um die Kontaktstelle luftdicht zu machen. Dem war aber nicht so. Es ist also besser den 4 mm Schlauch mit PVC-Kleber oder Superkleber mit dem 6 mm Schlauch zu verkleben. In diesem Fall muß der 6 mm Schlauch auch nicht so lang sein. Diese Konstruktion funktionierte auf Anhieb! Ich habe den Entlüfternippel um eine Viertel Umdrehung geöffnet, gepumpt bis keine Blasen mehr kamen und wieder zugedreht. Das war wirklich schnell erledigt!!!


    f6c1871kupplungentlue2lka2.jpg


    Bremsenentlüftungsgerät für unter 6 Euro!

    Nun habe ich die erste Testfahrt gemacht. Zur Tanke den Reifendruck kontrollieren bevor ich die Koffer wieder anbaue. Außerdem habe ich dem Motor einen Innenreinigung verpasst und gleich lasse ich das Motoröl ab.

    Die Kupplung trennt. Der Motor läuft ruhig. Allerdings trennt die Kupplung nur auf den letzten 10 mm des Hebelwegs.


    Was bedeutet das? Ist das ein Hinweis, dass die Lamellen runtergeschliffen sind? Außerdem habe ich Sorge, das der Kupplungsnehmerzylinder undicht ist. Das muß ich bei einer längerne Testfahrt kontrollieren.


    Es bleibt spannend.

    Die Mittenverkleidung einbauen.


    Die Mittenverkleidung wird von der linken Seite des Fahrzeugs, schräg nach vorn geneigt in den Rahmen eingeführt.


    f6c1850mittenverkleiddikv1.jpg


    Dabei eckt die Mittenverkleidung überall an. Vorsicht, dass sie nicht verkratzt!


    Dann wird der Kabelstrang des Kippwinkelsensors hinter der Mittenverkleidung in den Rahmen vor den Batteriekasten gefädelt.


    f6c1849kippwinkelsensvkkrx.jpg


    Dann werden die Stecker wieder verbunden und die Tülle über den Stecker gezogen.


    f6c1851mittenverkleidbsk01.jpg


    Danach wird der Bowdenzug in den Rahmen gefädelt -


    f6c1852sitzverriegelug1jlp.jpg


    - und nach hinten unter dem Auflageblech des Sitzes herausgezogen. Der Sitzriegel wird in den Bowdenzug eingehängt.


    Jetzt wird es wieder fummelig, denn während man den Riegel festhält, damit sich der Bowdenzug nicht wieder aushängt, muß der Bowdenzug mit seiner Nut in die Aussparung im Halteblech eingeklemmt werden. Das ganze natürlich "blind", nur mit den Fingern tastend!


    Ist der Bowdenzug eingeklemmt, wird der Riegel wieder festgeschraubt!


    f6c1261sitzverriegeluojkqv.jpg



    Jetzt wird die Mittenverkleidung wieder vor Ort gerückt. Dabei scheint die sich überall oben zu verkanten. Der Trick ist hierbei, die Lasche nach unten zu bewegen. Da steht auch einiges im Weg und man arbeitet gegen den Widerstand der Schläuche, die da hinten mit runterhängen. Außerdem muß man die Öffnung für die Lasche genau treffen. Wenn die Lasche am Rand aufsetzt, bewegt sich nichts!


    Hat man die Lasche dann endlich nach unten in das Haltegummi gedrückt, läßt sich die Mittenverkleidung auch nach hinten kippen und so aufrichten.


    f6c1856mittenverkleidtokt7.jpg


    Jetzt nur noch die beiden Halteschrauben reindrehen und die Mittenverkleidung ist wieder eingebaut!

    Schloss und Bowdenzug in die Mittenverkleidung einsetzen


    Ich habe die folgenden Bilder, wie das Schloß und der Bowdenzug eingesetzt werden, OHNE die Mittenverkleidung gemacht, da man dunkle Bauteile auf schwarzem HIntergrund nur sehr schlecht fotografieren kann.


    f6c1846mittenverriege0qjy1.jpg


    Der Außenzylinder des Schlosses hat unten einne Steg, der in eine Nut in der Mittenverkleidung und das Halteblech des Bowdenzugs greift. So kann sich das Schloß in eingebautem Zustand nicht mitdrehen, wenn man den Schlüssel dreht. Die Klemmung für den Bowdenzug ist sehr eng. Er läßt sich nur sehr schwer dort reindrücken. Daher habe ich den zuerst eingesetztt. Dann wird das Schloß zu 3/4 in die Öffnung gesteckt und so gedreht, dass der Knebel des Bowdenzugs eingehängt werden kann.


    f6c1847mittenverriege25js9.jpg


    Dann wird das Schloß um eine Drittelumdrehung im Uhrzeigersinn gedreht und der Bowdenzug ist eingehängt. Gleichzeitg ist das Schloß so ausgerichtet, dass der Steg in die Nut passt und das Schloß kann in Mittenverkleidung und Bowdenzughalter reingedrückt werden bis es bündig anliegt.


    f6c1848mittenverriegebakjm.jpg

    Als letztes wird das Federblech in die Aussparung am äußeren Zylinder des Schlosses gedrückt und das Schloß ist samt Halter an der Mittenverkleidung fixiert.


    Wird fortgesetzt...

    Die Mittenverkleidung ausbauen

    Der richtige Weg als Zusammenfassung


    Vorbereitung


    Den Fahrersitz entriegeln und abnehmen, die Seitendeckel abnehmen.

    Batterie ausbauen

    Die Halteschrauben links und rechts rausschrauben


    f6c1236mittelblendelowikb0.jpg


    f6c1237mittelblendeloibkqm.jpg


    Halteschraube rechts



    f6c1238mittelblendelobbk6g.jpg


    Halteschraube links


    Wenn die Halteschrauben gelöst sind, kann man die Mittenverkleidung etwas nach vorne kippen und den Halter des Schlosses und den Bowdenzug sehen.


    f6c1239mittelblendesczrkad.jpg


    Blick von der rechten Seite (!) von schräg oben auf das Entriegelungsschloß.

    Der Bowdenzug sitzt so in der Klemme, dass er nach unten zeigt, dann wird er U-förmig nach oben, dann rechtwinklig in die Horizontale nach vorne geführt. Er wird unter dem Querblech unter dem Fahrersitz in diesem Halteblech eingeklemmt:


    f6c1266bowdenzughalte5qkbh.jpg


    Hinter diesem Halter ist die Verriegelung des Fahrersitzes mit einer 10er Schraube von oben festgeschraubt.


    f6c1261sitzverriegeluojkqv.jpg



    Den Stecker des Kippwinkelsensors trennen


    f6c1154batterieausgeb5aj8o.jpg


    Der Stecker des Kippwinkelsensors sitzt unter einer milchig-weißen Tülle vor dem Batteriekasten.


    f6c1242steckerkippsen67kv8.jpg


    Die Tülle ist länger als der Seitenarm des Kabelbaums an dem der Stecker für den Neigungwinkelsensor hängt.


    f6c1243steckerkippsen8ejwu.jpg


    Oben quer im Steckergehäuse sitzt die breite Entriegelunglasche, an der die Stecker entriegelt werden.


    Jetzt wird der Sitzriegel losgeschraubt, nach vorn gezogen und der Bowdenzug ausgehängt.


    f6c1852sitzverriegelug1jlp.jpg




    Mittenverkleidung herausnehmen


    f6c1246mittelblendeau92k68.jpg


    Jetzt kann die Mittenverkleidung herausgenommen werden. Sie hat unten eine Zunge, die ziemlich tief und fest in einer Gummiklemme sitzt. Ich habe die Verkleidung abwechselnd links und rechts hoch gehebelt und dabei versucht auf beiden Seiten einen Druck nach oben aufrecht zu erhalten. Beim Herausnehmen muß man darauf achten das Kabel des Kippwinkelsensors und den Bowdenzug der Entriegelung vorsichtig aus dem Rahmen zu fädeln, damit man nicht irgendwas abreißt.


    In der Mitte der Mittenverkleidung sitzt der Kippwinkelsensor. Auf dem Bild fehlt das Entriegelungsschloß und der Halter des Bowdenzugs!


    f6c1248mittelblendeun3lk0l.jpg


    Hier die untere Haltezunge der Mittenverkleidung.


    f6c1249mittelblendeuno7kbs.jpg


    Hier die Gummilasche am unteren Querrohr im Rahmen, in der die Mittenverkleidung steckt. Im Vordergrund rechts sieht man die Hydraulikleitung der Kupplungsbetätigung.


    Die Mittenverkleidung und die Bauteile der Sitzbankverriegelung.



    f6c1845mittenverkleidwwkji.jpg


    Ich hatte bei meinem ersten Versuch die Mittenverkleidung auszubauen das Schloss und den Halter des Bowdenzugs von der Mittenverkleidung abgebaut, bevor ich die Mittenverkleidung aus dem Rahmen zog. Die Teile lassen sich aber auch leichter reinigen, wenn man das Schloss ausbaut.


    Wird fortgesetzt...

    Benzinhahn


    Von hinten:


    f6c0742kraftstoffhahno7raz.jpg



    Von rechts mit Blick auf den Flansch des Unterdruckschlauchs


    f6c0777benzinhahnv8u8y.jpg


    Wie du siehst, kann man diesen Benzinhahn nur in einer einzigen Weise montieren!



    Dieses Bild habe ich mir bei Chilli ausgeborgt:


    18927-0ac12b00-1959-469d-80ef-54a4992b8a18-jpeg


    aus diesem Beitrag - Hier siehst du das Filterrohr, das in den Tank ragt. Die Steuerung "Auf" und "Reserve" wird mit einem kleinne Röhrchen erreicht, dass etwas in den Tank ragt. Durch dieses Röhrchen läuft der Sprit in der Stellung des Benzinhahns "Auf". Ist der Flüssigkeitsstand bis zur Oberkante dieses Röhrchens abgesenkt, dann bekommt der Vergaser keinen Sprit mehr. Dreht man nun den Benzinhahn auf Reserve, öffnet sich ein Loch direkt am Befestigungsstutzen des Benzinhahns. Die Maschine läuft dann mit der Restmenge Sprit aus dem Tank.


    honda-gl1500c-valkyrie-1998-w-germany-fuel-tank_bigecz0v41f__1600_da8e.gif



    Quelle


    Hier auf der Explosionszeichnung kannst du das Röhrchen sehen. Das ist da nur in den Benzinhahn reingesteckt.


    Fehlerquellen nach Austausch des Benzinhahn.


    Der Monteur hat zwar eine neuen Benzinhahn bestellt, aber die Dichtung am Flansch nicht dazubestellt. Also baut er den neuen Benzinhahn mit der alten Dichtung ein und zieht die Flanschmutter etwas fester. Das hält dann aber nicht lange dicht.


    Du hast zwar einen "neuen" Benzinhahn, original von Honda, aber die haben dir ein NOS, ein "New-Old-Stock"-Teil verkauft, also unbenutzt aus altem Bestand. Die Dichtgummis im Benzinhahn sind schon 15 Jahre alt und durch die lange Lagerung nicht mehr sehr elastisch. Ausserdem hat sich der Gummi in der Stellung, wie er eingelagert wurde, angeformt und dichtet nicht mehr, wenn der Bedienknebel gedreht wird. Da wäre es besser den alten Benzinhahn mit neuen Dichtgummis auszustatten. Selbst wenn die genauso alt sind, sind die wenigstens nicht verformt. Besser wäre es neue, nachgefertigt Dichtmembranen vom kleine Chinamann zu bekommen.

    Somit wird der "neue" Benzinhahn nach 2 Jahren undicht, weil die Gummimembranen überlagert sind. Du hattest so lange das gute Gefühl, den vollen Preis für originale Neuware bezahlt zu haben.


    Wenn der Monteur versäumt hat das Röhrchen in den Benzinhahn zu stecken oder dieses beim Hantieren rausgefallen ist, dann saugt der Benzinhahn in beiden Stellungen "Auf" und "Reserve" das Benzin durch ein Loch unten am Befestigungsflansch. Dann hast du keine Reserve mehr! Du denkst nur du hättest eine.


    Im Flansch steckt das Filterrohr. Das Benzin muß durch dieses Filtersieb um in den Benzinhahn zu laufen. Wenn du jetzt Rost im Tank hast, setzt der sich unten im Tank, rund um das Filtersieb ab und verstopft die unteren Millimeter dieses Filtersiebes. Das Benzin kann also nur oberhalb des verstopften Bereichs in den Benzinhahn fließen. Somit wird die Menge an Sprit, die aus dem Tank fließen kann, immer weniger.


    Fällt euch sonst noch was ein, was an so einem Sprithahn schief gehen kann?

    Motortausch, ein Fazit

    Schraubertechnisch stellt der Aus- und Einbau des Motors einer Walküre keine Herausforderung dar. Es ist eher eine Arbeit der hundert Schritte, bei denen die richtige Reihenfolge eingehalten werden muß. Notwendig ist mindestens ein Kern Stabi Motorradheber mit dem der Motor aus dem Rahmen gesenkt und seitlich rausgezogen wird. Natürlich benötigt man auch noch einen Montageständer für das Vorderrad, wenn man keinen Hauptständer hat. Dass ich einen Bolzen der Lichtmaschine abgedreht habe war eher meiner Faulheit geschuldet. Statt in den Keller zu gehen und mein Heißluftgebläse zu holen, habe ich versucht, ob der Bolzen nicht doch hält. Sowas passiert nunmal, wenn man an einem 20 Jahre alten Fahrzeug schraubt. Der Fehler ist ja auch leicht zu beheben.

    Ich habe alleine gearbeitet um zu sehen, ob das überhaupt möglich ist. Es geht also auch ohne umfassend ausgestattete Moppedwerkstatt. Und hier liegt der Knackpunkt. Wer diese Arbeit einer Fachwerkstatt überläßt, wird arm. Es ist ja zu sehen wieviel Arbeitsstunden benötigt werden um einen solchen Motorwechsel zu bewerkstelligen. Wenn ich da dann einen Stundensatz von 65,-€ pro Stunde ansetze, ist es besser eine Schrauberparty zu organisieren, mit einem Hauptschrauber, einem Handlanger und einem der die Bauteile baugruppenweise beschriftet und eintütet und für Grillwurst und Getränke sorgt. Dann sollte diese Arbeit an zwei Tagen zu schaffen sein. Wenn man einen Plan hat, aber den habe ich ja jetzt fertig gestellt.


    Natürlich kam das für mich unpassend. Ich wollte eigentlich diese Arbeiten auf die nächsten zwei Jahre verteilen. Auf der anderen Seite habe ich jetzt eine ordnungsgemäße Zusatzelektrik, ich versteh die Elektrik an der Maschine, alle Schrauben sind gelöst und gefettet wieder eingesetzt. Der Wartungsstau ist deutlich reduziert worden. Außerdem habe ich die Maschine jetzt "im Kopf". Zeig mir ein Teil und ich sage dir wo das hingehört und worauf du achten mußt um es einzubauen.


    Die philosophische Frage ob man besser den Motor absenkt oder den Rahmen vom Motor hebt würde ich jetzt mit "sowohl als auch" beantworten. Lassen wir mal die Frage ob man überhaupt einen Kran oder Flaschenzug zur Verfügung hat um den Rahmen abzuheben, außen vor. Wenn man den Rahmen abheben will, muß der Luftfilterdeckel abgeschraubt werden um die Stecker des Motornebenkabelbaums trennen zu können. Das wird fummelig und geht nur, wenn man weiß, wie die Stecker entriegelt werden. Dann den Kühler abbauen, den Nebenkabelbaum vom Rahmen fummeln. Zusätzlich müssen der Chokezug und die Gaszüge abgeschraubt werden. Außerdem muß man alle drei Zündspulen abschrauben und auf den Motor legen. Dann können die Motorhaltebolzen entfernt werden und der Rahmen weggehoben oder falls möglich der Motor so weit abgesenkt, dass er vielleicht auch mit aufgesetztem Luftfiltergehäuse ohne Luftfilterdeckel aus dem Rahmen geht. Wenn ich mir nachträglich anschaue wie ich rumgefummelt habe um die Zündkabel wieder unter die Vergaser zu fummeln oder die Schläuche des Luftfilterkastens anzuschließen, so scheint mir das doch sehr viel einfacher wenn der Rahmen eben nicht im Weg ist und man rundum leicht rankommt. Ich werde das auf jeden Fall einmal ausprobieren, wenn ich meinen kaputten Motor nach erfolgreicher Reparatur wieder in den Rahmen schraube.


    Jetzt muß ich noch den Einbau der Mittenverkleidung beschreiben, Den Riemenantriebsdeckel und den Sturzbügel wieder montieren, eine Probefahrt machen und dann einen Ölwechsel.

    "Es geht voran!"

    Neue Benzinleitung montiert


    f6c1835benzinleitungn6tjkf.jpg


    Die neue Benzinleitung auf die Flansche zwischen den Vergasern zu stecken, war wiedermal eine elende Quälerei. Ich habe erst das kurze Stück montiert und dann das lange. Dadurch, dass ich die Querrohre ein wenig länger gemacht habe, werden die Schlauchbögen etwas weiter und der T-Verbinder läßt sich ein wenig weiter nach hinten Richtung Tankstutzen ziehen und vor allem weiter nach vorn drücken, wenn der Verbinder verriegelt wurde und der Tank hinten wieder abgesenkt.


    f6c1836benzinleitungsn2jq4.jpg


    So ragt der Schnellverbinder hinten unter dem Querrohr hervor.


    f6c1837benzinleitungs5cj6m.jpg


    So kann man ihn leicht greifen und nach oben ziehen.


    f6c1838benzinleitungs2wkgq.jpg


    Aber auch weit genug nach vorn schieben. Im eingebauten Zustand sitzt der Schnellverbinder zwischen den Zündspulen. Der Entriegelungsknopf ist dort natürlich nicht zu greifen.


    f6c1842benzinleitungsbijvc.jpg


    Wichtig! Der Entriegelungsknopf muß nach links zeigen. Der Verbinder läßt sich leicht zusammenstecken, aber wenn der Entriegelungsknopf an der falschen Seite ist, könnt ihr ihn nicht wieder entriegeln!!!


    Der Tank wird aufgesetzt und hinten wird ein Kantholz untergelegt, damit der Benzinhahn höher sitzt. Erst wird der Unterdruckschlauch für den Benzinhahn von rechts auf den dünnen Stutzen geschoben. Dann wird der Verbinder von der linken Seite mit der linken Hand gegriffen, nach vorn geschoben und dann auf das Gegenstück des Verbinders geschoben. Der Gegendruck des Benzinschlauchs reicht schon aus den Verbinder zu verriegeln. Jetzt kann das Kantholz entfernt werden und der Tank über den Schraublöchern ausgerichtet werden. So wird es einfach den Tank an- oder abzubauen!

    Die Bemaßung der Benzinleitung


    f6c1826benzinleitungokmj9q.jpg


    Der lange Teil der quer verlaufenden Leitung ist 136 mm lang. Der kurze ist 68 mm lang. Der lange Teil zum Benzinhahn hin muß länger als 205 mm sein. Ich schätze, etwa 30 bis 40 mm.


    Ich habe die Längen der Querrohre aufgerundet und dann noch einen Zentimeter zugegeben, also 15 cm und 8 cm zugeschnitten. So wie die Leitung aussieht, scheint das werkseitig keine Meterware gewesen zu sein, sondern geformte Rohre.


    f6c1829benzinleitungndajja.jpg


    Da der Schnellverbinder ja recht lang ist, habe ich die Leitung zum Benzinhahn auf 18 cm zugeschnitten. Der Gummischlauch, mit dem der kurze Teil des Schnellverbinders auf den Stutzen des Benzinhahn gesteckt ist, ist 35 mm lang. Da die neue Benzinleitung innen armiert ist, ist sie sehr steif und durch die Länge von 45 mm berührt der Stutzen des Schnellverbinders den Stutzen des Benzinhahns. Ein Ausweichen zur Seite beim Zusammenstecken des Schnellverbinders ist so nicht möglich.


    Die beiden Teile des Schnellverbinders


    f6c1830benzinleitungswnjmg.jpg


    Schwarz auf Grau ist schlecht zu fotografieren.


    f6c1832benzinleitungshbkie.jpg


    Der Entriegelungsknopf muß nach links geneigt werden, da er nur so unter dem Tank zu erreichen ist!


    f6c1833benzinleitungs9ujm8.jpg


    Hier der Blick in den Halteriegel, Der Stift, der unten aus dem Verriegelungsblech ragt, ist eine Klemme, die das Verriegelungsblech offen hält, bis die beiden Teile wieder zusammengefügt werden. Hat man den anderen Teil tief genug eingeführt, wird diese Klemme gelöst und die Verriegelung verriegelt die Verbindung automatisch. Das funktioniert sehr gut! Allerdings muß man den Entriegelungsknof bis zum Anschlag runterdrücken, damit die Klemme das Verriegelungsblech auch festhält.


    f6c1834benzinleitungsihkrv.jpg


    Das Gegenstück, dass ich am Benzinhahn befestig habe.


    Wird fortgesetzt...

    Einleitung


    Nachdem ich einen Tauschmotor in meinen Rahmen eingebaut hatte, mußte ich feststellen, dass die Benzinleitung sich nur noch bis zum Stutzen des Benzinhahns ziehen ließ, aber nicht weiter. Aber selbst wenn, die Benzinleitung wäre dann so kurz gewesen, dass ich den Tank hinten nicht hätte anheben können um die Benzinleitung wieder herunter zu prokeln und auch den Unterdruckschlauch für den Benzinhahn abzuziehen. Ich hatte mir vorsorglich schon einen neuen Gummischlauch mit 7 mm Innendurchmesser als Meterware besorgt. Ich fand bei ebay nur einen (!) Anbieter, der solche Schläuche als Meterware anbot. Die Meisten bieten hochfeste, doppelt armierte Benzinleitungen an, die für Dieselpumpen gedacht sind und mehr als 20 Atü Druck stand halten. Die sind viel zu dick und vor allem zu steif um sie an der Walküre zu verbauen. Allerdings war auch der von mir gekaufte Schlauich innen armiert und sehr fest. Ich hätte ihn zwar auf den Stutzen des Benzinhahns aufschieben können, aber nicht wieder runter, weil der viel zu fest sitzen würde. Daher habe ich mir bei Kickstarter einen Schnellverbinder bestellt. Es wird das Modell mit 8mm Durchmesser benötigt, weil die nicht den Innendurchmesser der Benzinleitung angeben, sondern den Außendurchmesser der Benzinleitung. Dieser Schnellverbinder sollte die Demontage des Tanks deutlich erleichtern.


    Die eingebaute Benzinleitung zwischen den Vergaserbänken

    f6c1808benzinleitungo73k4h.jpg


    Hier die Anschlußseite unter dem Querrohr des Rahmens.


    Da die beiden Vergasernbänke links und rechts versorgt wedeen müssen, ist die Benzinleitung T-förmig ausgeführt. Die Querleitung ist nicht mittig geteilt!


    f6c1821benzinleitungovekkc.jpg


    Hier der längere Anschluß zur linken Vergaserbank. (Bei mir ist das PAIR-Ventil ausgebaut! Das sitzt sonst in der Halterung, rechts im Bild.)


    f6c1822benzinleitungodgjtz.jpg


    Die Verbindung zur rechten Vergaserbank ist kürzer.


    f6c1823benzinleitungou6k7y.jpg


    Wie man hier sieht, endet die Benzinleitung auf einem kurzen Stutzen zwischen den Vergaser. Dieser Stutzen ist drehbar. Er weicht also nach oben oder unten aus, wenn man versucht, die neue, sehr stramme Benzinleitung aufzustecken. Außerdem ist zwischen den Vergasern kaum Platz um da hinzugreifen.


    f6c1824benzinleitungoasj7e.jpg


    Die beiden Querrohre sind etwas länger als nötig, weshalb man den langen Teil so weit nach hinten ziehen kann. Nur so, wie das jetzt verbaut ist, ist das immer noch zu kurz!


    f6c1825benzinleitungoqaj59.jpg


    Hier nochmal ein Gesamtbild der Benzinleitung zwischen den Vergasern.


    Wird fortgesetzt...