Kühler, Ventilator, Thermostat

  • Einleitung: Ich bereite den Ausbaus des Motors an meiner Maschine vor. dazu gehört es auch auch den Kühler abzubauen, Es geht also in erster Linie darum den Ausbau des Kühlers zu beschreiben. Leider ist das wegen des Verbindungssteckers für den elektrischen Ventilator nicht ganz einfach und man muß selbst entscheiden wieviel Aufwand man dabei betreiben will.


    Vorbeitung:


    Der Stecker des elektrischen Kühlerventilators muß getrennt werden. Dieser sitzt in der Tülle, die die 4 Stecker des Motor Nebenkabelbaums vorn im Rahmen am Lenkerkopf bündelt.


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    Hier ein Blick auf die Tülle bei abgebautem Tank und ausgebautem Luftfiltergehäuse. Nach den Angaben im Werkststthandbuch soll man auch an diese Tülle rankommen, wenn man den Tank abbaut und dann die dreieckige Kunststoffblende vorne Rechts am Lenkkopf abnimmt.


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    Das ist da vorne so eng, dass man besser beim nächsten Werkzeugverleih einen Wartungsjapaner leiht, einen mit Bonsaihänden. Der sollte aber von Matsushita sein, weil das sind die Besten!


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    Seht ihr es da hinter der Gummiklemme für den Zapfen der Kunststoffblende schmuddelig weiß schimmern? Das ist die Tülle und die muß nach hinten geschoben werden um die 4 Stecker frei zu legen. Von der Seite mit zwei Händen da im Rahmen - sagt das Werkstatthandbuch!


    Also dann doch als erstes den Tank abbauen!


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    Da oben links in der Ecke sitzt diese Tülle. Das ist immer noch sehr eng!


    Vielleicht nehmt ihr Kinderarbeit in Betracht und leiht euch irgendwo einen kleinen Jungen ... oder ihr baut das Luftfiltergehäuse ab!


    Aber vielleicht reicht es euch auch nur den Deckel des Luftfilterkastens runter zu nehmen:


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    Da oben sitzt die Tülle und ist schon besser zu erreichen!


    Da ich ja den Motor ausbauen will, nehme ich den Luftfilterkasten raus.


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    Schon besser, vor allem für meine Klodeckelhände!


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    Die Stecker des Motor Nebenkabelbaums. Der schwarze Stecker führt zum elektrischen Ventilator hinter dem Kühler. Der muß getrennt werden.


    Wird fortgesetzt...

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Nachdem ich vorbereitend das Problem mit dem Stecker des elektrischen Ventilators angesprochen habe, wenden wir uns nun dem Kühler zu.


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    Das Wasserrohr vor dem Motor.

    Hier der Kühlerausgang.


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    Hier der Kühlwasserzulauf zum Kühler.

    Oben, am Kühlwassereinfüllstutzen der Verbindungsschlauch zum Kühlwasserausgleichsbehälter.


    Wir beginnen damit, die Schläuche an den Stutzen zu lösen.


    Da das Wasserrohr vorne sehr steif ist, ist es am einfachsten den Schlauch unten, am Zulauf zur Wasserpumpe abzuziehen.


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    Stellt eine Schüssel unter! Ich war sehr überrascht, dass da trotz Ablassens des Kühlwassers noch ca 0,1 L Wasser raus pladderten!


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    Wenn der Kühler noch nie ab war, dann ist der Gummischlauch mit mit dem Flansch verklebt. Ich hatte ganz gut zu tun, die Verklebung zu lösen. Erschwerden kommt hinzu, dass auch dieser Schlauch ziemlich steif ist und gleichzeitg durch seine Einbaulage so stabilisiert wird, dass er sich kaum nach innen, unter den Rahmen bewegen läßt. Hier war das Werkzeug der Wahl ein großer Klingenschraubendreher. Mit der dicken Klinge habe ich rundum von vorne auf die Kante des Gummischlauchs gedrückt, bis der sich löste. Solange der Kühler aber oben von der Halteschraube fixiert ist, bekommen wir ihn nicht völlig vom Stutzen geschoben.


    Um den Verbindungsschlauch zum Kühlwasserausgleichsbehälter abzuschieben haben ich mit mit einer Spitzzange geholfen.


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    Damit kann ich den Schlauch an der Ober- und Unterseite gleichzeitig schieben, wobei die Zangen natürlich nur im leicht geöffneten Zustand gehalten wird und nicht auf den Schlauchstutzen gedrückt!



    Wieder zurück an die rechte Seite des Moppeds:


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    Das Kabel vom Ventilator auf den Thermoeinschalter des Kühlerventilators muß abgezogen werden. Hinter dem Stecker sehen wir die Steckhalterung des Kühlers, linke Seite unten. Der Kühler sitzt unten nur auf zwei Steckhalterungen.


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    Kabel abgezogen!



    Hier unten, unter dem Lenkkopf sitzt die Halteschraube des Kühlers.


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    Wir benötigen einen kleine Knarre mit einer kurzen Verlängerung, um die rauszuschrauben.


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    Diese Schraube drehen wir als LETZTES raus! Wer als ahnungsloser Amateur diese Schraube als erste rausdreht, schaft sich nur unnötiges Leid!


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    Nachdem die Halteschraube rausgeschraubt ist, können wir den Kühler oben nach vorn kippen. Dabei läßt sich nun der Zulaufschlauch ganz vom Stutzen schieben.


    Jetzt wird der Stecker schwarz im Rahmen getrennt.


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    Er wird nur mit einer Rastnase außen am Steckergehäuse zusammengehalten.


    f6c1282motornebenkabecjkid.jpg


    Bei nach vorn gekippten Kühler ist nun auch Platz um die Zuleitung zum Kühlerventilator aus dem Rahmen nach vorne auszufädeln.


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    Da das Kabel für den Ventilator unter dem Hauptkabelbaum oben am Rahmenrohr durchgeführt ist, müßt ihr möglicherweise auch noch den Halter öffnen, der den Hauptkabelbaum am Rahmenrohr fixiert.


    Erst jetzt kann der Kühler abgenommen werden!

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  • Kühler abnehmen


    Wir befinden uns vor dem Kühler. Er ist oben nach vorne gekippt. So läßt er sich ein Stück (3cm) nach rechts bewegen (zur linken Fahrzeugseite hin!) und abnehmen. Dann legen wir ihn auf eine vorbereitete Unterlage.


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    Details:


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    Rechte untere Steckhalterung. In der Gummihalterung steckt noch einen Scheibe mit einem Metallzylinder. Hier ist dieses Teil auf dem Steckbolzen hängen geblieben!


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    Kühlerhalter unten rechts am vorderen Motorhalter.

    Haltet die Kleinteile beieinander!


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    Kühlerhalter unten links am vorderen Motorträger





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    Kühlerhalter unten links.

    Wie ich gerade sehe, braucht man die Verbindung zum Ventilatorschalter gar nicht abziehen. Berni, kannst du das bitte oben im vorherigen Beitrag korrigieren. Ich kann den Beitrag nicht mehr editieren.


    Hinter der Halteschraube sitzt oben am Kühler auch noch diese Blende:


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    Als letztes wird der Kühler sicher verstaut.


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    Noch ein Wort zu den seitlichen Kühlerblenden. Diese werden von außen mit nur jeweils einer Inbusschraube mit dem Gehäuse des Kühlers verschraubt. Diese seitlichen Reflektoren sind mit doppelseitigem Klebeband fixiert und verdecken somit die Schraube!

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  • Kühler einbauen


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    Theoretisch ist es ja ganz einfach. Der Kühler wird von der linken Fahrzeugseite vor den Rahmen geschoben. Dabei wird er leicht nach vorn geneigt gehalten. Dann werden unten die beiden Gummilager auf die Gewindestifte geschoben. Und hier beginnt das Elend! Die Stifte sind nämlich gleich lang und man kann immer nur den einen auf der Seite sehen, an der man selbst gerade steht. Den anderen kann man nur ertasten und man muß beide Öffnungen genau vor dem Gewindestift ansetzen um den Kühler dann nach rechts auf den Halter zu schieben. Sucht euch für diese Arbeit einen Helfer. Wenn man das zu zweit von beiden Seiten kontrolliert ist es einfach, alleine ist es einen elende Quälerei, weil man nur zufällig den Kühler in die richtige Position bringt um ihn aufzuschieben. Erschweren kommt noch hinzu dass die Kante des Kühlers oben/vorne sich immer wieder mit der Drahthalterung verhakt, die da von der Gabel Richtung Kühler absteht. Gleichzeitig muß man noch dafür sorgen, dass die Gummimatte, die unten am Kühler hängt auf der Oberkante des Gehäuses der Steuerriemenantriebs zu liegen kommt. Sucht euch kurz einen Helfer!!!

    Wenn der Kühler auf die Haltebolzen geschoben wurde, muß danach der Kabelbaum des elektrischen Lüfters in den Rahmen geschoben werden. Außerdem neigt der dünne Schlauch vom Kühlwasserausgleichsbehälter dazu hinter dem Kühler im Rahmen zu hängen. Dadurch läßt sich dann der Kühler nicht nach oben gegen den Anschlag aufrichten, weil dieser Schlauch gegen den Ventilator drückt. Also der Schlauch muß passend zum Einfüllstutzen des Kühlers hochgezogen werden.


    Wenn alles am Ort sitzt, kann der Kühleraufgerichtet und oben mit der einen Schraube fixiert werden. Da gehört noch die lange Kunststoffblende (sieheim vorherigen Beitrag) drunter!


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    Die Mündungen der Gummischläuche habe ich wieder mit dem Spezialarmaturenfett gefettet. Dann backen die nicht mehr fest und die nächste Reparatur wird einfacher.


    Den Zulaufschlauch oben am Kühler aufzustecken ist ebenfalls eine Herausforderung, weil dieser sich durch seine Anordnung dicht am Rahmenrohr nicht richtig fassen läßt. Ich habe wirklich lange gebraucht bis der endlich aufgeschoben war.


    Berni hatte mir gesagt, dass der Tauschmotor wohl grünes Kühlmittel drin hatte. Da dieses nicht einfach zu beschaffen ist, wollte ich den Kühlkreislauf erst Mal durchspülen bevor ich ihn mit G12+, violett neu gefüllte. Ich langt mit einer 10er Nuss auf der kleinen Ratsche unter das Wasserpumpengehäuse um die Ablasschraube rauszuschrauben und mußte überrascht feststellen, dass die Nuss zu groß war!?


    Was soll das denn?


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    Rechts die Kühlwasserablassschraube aus meinem kaputten Motor, links die Ablassschraube, die im Tauschmotor verbaut war. Bei der fehlte auch die Dichtscheibe! So geht das nicht!


    In meinem Schraubenfundus fand ich eine Schraube die ungefähr passte:


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    Die war nur 2 mm zu lang und vorne nicht konisch. Die habe ich dann auf meiner 120er Schleifscheibe passend gemacht:


    f6c1710kuehlwasserablo9kb0.jpg


    Ich habe auch noch eine passende Dichtscheibe gefunden. Oben im Bild, das ist eine antike Haltekluppe, mit der ich Kleinteile fixiere. Es hat nur wenige Minuten gedauert, die Schraube anzupassen.


    Mit der neuen Schraube habe ich die Ablauföffnung verschlossen und das Kühlsystem 3 Mal mit Frischwasser gefüllt und wieder ablaufen lassen.


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    Zuletzt mit 2,9 l Kühlwasser G12+, violett neu befüllt.


    Einen Rest habe ich in den Kühlwasserausgleichsbehälter gefüllt, sodass der Flüssigkeitsstand etwas über der Marke "UPPER" stand. Wenn der Motor zweimal erhitzt und wieder abgekühlt wurde ist die letzte Luft aus dem Kühlsystem raus und durch Kühlwasser aus dem Ausgleichsbehälter ersetzt.


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    Als letztes wird der Deckel auf den Stutzen gesetzt und die Sicherungschraube wieder eingedreht.


    Wieder einen Schritt weiter. Das Kühlergitter baue ich wieder an, wenn die Fuhre erfolgreich gestartet wurde.

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