• Motorausbau (Das wird eine Serie!)

    Vorwort:


    Dies ist ein Protokoll der einzelnen Arbeiten, wie ich sie ausführe. Das ist noch keine umfassende Darstellung aller notwendigen Arbeiten weil ich schon zu schreiben beginne, bevor ich fertig bin. Der vorliegende Faden ist also eher eine Diskussionsgrundlage.


    Einleitung:


    Bevor ihr daran denkt das nachzumachen, müßt ihr eine Frage klären: Wie bekomme ich Motor und Rahmen getrennt? Der Motor wiegt ca 110 kg. Denn schiebt man nicht einfach weg. Der muß ein wenig nach vorn bewegt werden, damit der Ruckdämpfer vom Kardanrohr weg kommt und dann kann der Motor seitlich unter dem Rahmen weg bewegt werden. Möglicherweise muß er auch etwas abgesenkt werden. Das weiß ich noch nicht. Eine Platte mit Lenkrollen und eine Hubeinheit wären da wohl die beste Wahl. Ich habe ja in meinem Carport zwei Flaschenzüge, mit denen ich das machen kann, was auch Berni in der Schrauberbude macht. Ich werde den Rahmen vom Motor heben, der auf dem Moppedheber steht. Möglicherweie reichte es den Motor etwas abzuseneken, um ihn dann seitlich raus zu fahren. Das werden wir sehen.


    Der Ausbau des Motors basiert auf zwei Teilen: 1. den vorbereitenden Arbeiten und 2. der tatsächlichen Trennung von Motor und Rahmen. Jede Arbeit braucht ein Motto, und hier ist es:


    "Arbeit zieht Arbeit nach sich!" - Ich sag´s euch!


    Los geht´s:


    Vorbereitende Arbeiten


    f6c1152motorausbausta2jjt6.jpg


    Mein Mopped steht im Carport auf dem Hauptständer. Ihr braucht einen Montageständer für das Vorderrad.


    Windschild abbauen


    Vordersitz abnehmen, die Seitendeckel entfernen,


    Koffer abnehmen


    f6c1153sitzseitendeckl9jcv.jpg


    Batterie ausbauen! Schließlich müssen wir diverse Kabel trennen.


    f6c1154batterieausgeb5aj8o.jpg


    Motoröl ablassen


    f6c1155motoroelablassquk5o.jpg


    Das vollsynthetische Motoröl hat eine Menge Dreck aus dem Motor gewaschen!


    f6c1156schmutzigebrueh0k3y.jpg


    f6c1157synthetischesm3ejtw.jpg


    Nur 5500 km und so eine Brühe trotz eines frühzeitigen Filterwechsels!

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  • Motorschutzbügel entfernen


    Ich habe ja schon auf der rechten Seite den Motorschutzbügel entfernt (am Beginn des Fadens rechten Zylinderkopf abbauen), daher muß ich nur das kurze Stück auf der linken Seite abbauen:


    f6c1158motorschutzbueovjjf.jpg


    Linker Motorschutzbügel, Haltepunkt vorne oben


    f6c1159motorschutzbuem5jn8.jpg


    Motorschutzbügel links, Haltepunkt vorne unten


    Der linke Teil des Motorschutzbügels sitzt am Haltepunkt vorne unter dem rechten Teil des Motorschutzbügels.


    f6c1101motorschutzbgeylj1w.jpg


    Da der rechte Teil schon entfernt ist,


    f6c1160motorschutzbuejsjhq.jpg


    ...kann der linke Teil des Motorschutzbügels schon abgenommen und verstaut werden.


    Die Schrauben werden Baugruppenweise in Tüten gesteckt mit einem Zettel dabei, was für Schrauben das sind und wo die hingehören! Die Tüten mit den Schrauben sammle ich in einer Kiste.

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  • Zur Vorbereiung des Abbaus der Auspuffanlage gehört der Abbau des Schalthebels.


    f6c1162schalthebelabb78jn4.jpg



    Den Fußrastenträger links nehme ich ab, weil er mir im Weg ist, wenn ich das Hilfsrahmenrohr links vom Motor abnehmen werde. Also ab damit!


    f6c1163fussrastenhalta5kpy.jpg


    Schalldämpfer demontieren


    Tank abbauen


    f6c1165tankabgenommen9uk54.jpg


    Der Tank ist wieder ab!


    Ein Zwischenspiel:

    Ich habe mich natürlich mit Rox und Berni besprochen bevor ich ans Werk ging. Berni meinte, du kannst den Vergaser und den Luftfilter einfach auf dem Motor lassen und den Rahmen abheben.

    Rox meinte, das brauchst du nicht. Du trennst nur die Ansaugflansche von den Zylinderköpfen, bindest die Vergaser hoch und kannst dann den Motor runter lassen.


    Das Werkstatthandbuch sagt: Luftfilterkasten abbauen! So mach ich das auch, schließlich muß ich ja schauen was dieses Rohrgewirr unter dem Luftfilter zu bedeuten hat und ob das wohl noch originoal ist...

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  • Die nächste Aufgabe ist es den Luftfilterkasten abzubauen. Da das wiederum recht umfangreich ist, habe ich einen neuen Faden angelegt:


    Luftfiltergehäuse ausbauen


    Wenn man das dann erfolgreich hinter sich gebracht hat, und von oben auf den Motor schaut, liegen da immer noch ganz viele Schläuche rum, die irgendwie zugeordnet werden müssen:


    f6c1188blickaufdenmotutkoq.jpg



    Wie zum Beispiel dieser hier:


    f6c1191unterdruckschldljgf.jpg


    Wenn der noch original ist, dann ist der mit "10" beschriftet.


    f6c1193unterdruckschlpzjvb.jpg


    Das ist der Unterdruckschlauch, der an den Benzinhahn gehört und ist am Ansaugflansch von Zylinder 6 aufgesteckt!

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  • Fürs Protokoll: Ich habe bis hier hin 50 Bilder gemacht, und dreimal länger dokumentiert, als ich geschraubt habe. Aber das ist ein vielfältiges Gewerk und ich möchte kein Detail "übersehen". Diese Arbeit möchte ich ja nicht zweimal machen, nur weil irgendein Schlauch "vergessen" wurde.

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  • Motor-Nebenkabelbaum trennen


    Die Stecker sind vorne am Lenkerkopf unter einer milchigweißen Tülle versteckt.


    f6c1207nebenkabelbaum0njbk.jpg


    Wenn da der Luftfilterkasten davor sitzt, sind die nicht zu sehen. Man kommt aber "theoretisch" von der rechten Seite dran. Da muß man dann vorne die Kunststoffblende am Gabelkopf abmachen. Allerdings weiß ich nicht, wie man die Tülle dann nach hinten schieben kann. Und das muß so, weil man sonst die Stecker nicht auseinander nehmen kann um sie zu trennen.


    f6c1208nebenkabelbaum64kfz.jpg


    Die Tülle bündelt und schützt 4 Stecker: 4-pol weiß, 4-pol rot, 2-pol blau und 2-pol schwarz.


    Um den Motor-Nebenkabelbaum zu trennen, öffnen wir die Stecker weiß, rot und blau.


    Die Stecker weiß und rot haben jeweils nur eine Sperrklinke außen am Gehäuse. Leicht zu erkennen und leicht zu entriegeln.


    f6c1209nebenkabelbauma0kib.jpg


    f6c1211nebenkabelbaumkcjg3.jpg




    Bei dem Stecker blau habe ich länger als 10 Minuten rumprobiert, bis mir klar wurde, dass ich an der falschen Seite arbeite. Warum ein 2-poliger Stecker ein derart kompliziertes Gehäuse braucht, erschließt sich mir nicht! (Augenscheinlich feuchtigkeitsgeschützte Kontaktierung mit O-Ring)


    f6c1212nebenkabelbaumd1j9c.jpg


    Leider ist das Bild etwas unscharf, ich werde noch ein besseres nachliefern. Im Gehäuseteil, das ich oben zwischen Daumen und Zeigefinger halte, seht ihr bei 11 Uhr eine ca 5 mm breite Sperrklinke. Die muß nach oben gehebelt werden, damit der Stecker entriegelt. Das geht leicht und kann sogar mit dem Daumennagel gemacht werden.


    f6c1213nebenkabelbaumwzjc1.jpg


    Somit ist der Motor-Nebenkabelbaum getrennt, wobei ich noch schauen muß, ob der Kabelstrang wirklich frei ist oder noch irgendwelche Kabelhalter geöffnet werden müssen.

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  • Ich habe den Faden Die Fussbremspumpe angelegt


    Diese wird abgebaut und seitlich am Rahmen provisorisch fixiert:


    f6c1224fussbremspumpe0ek74.jpg


    Die Fussbremspumpe muß demontiert werden, da sie am Hilfsrahmen sitzt und deshalb im Weg ist, wenn der vom Motor vom Rahmen getrennt wird. Außerdem versperrt der Bremsflüssigkeitsvorratsbehälter den Zugang zum Anlasser und dem Kardankreuzgelenk.

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  • Das Werkstatthandbuch fordert mich an dieser Stelle auf, den Anlasser auszubauen. Um den raus zu nehmen, ist aber die Mittenverkleidung im Weg. Die muß ausgebaut werden, wie ich das in diesem Faden hier beschrieben habe.

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  • Massekabel ausfädeln


    Die Batterie ist ausgebaut und das Massekabel ist unten links am Motor befestigt. Da kommt man bei eingebautem Motor sehr schlecht dran um es am Motor abzuschauben. Daher muß es aus dem Rahmen gefädelt werden, damit es sich beim Ausbau des Motors nicht im Rahmen verklemmt.


    f6c1234kabelhaltermasr4jaz.jpg


    Das Massekabel wird am Rahmen an der linken Seite beim Kühlwasserausgleichsbehälter fixiert. Die Klemme läßt sich mich leichtem Druck mit einem Schraubendreher von schräg oben öffnen.


    f6c1235massekabelausfxkjhu.jpg


    Jetzt kann man das Massekabel seitlich am Rahmenrohr nach vorn unten und dann nach links aus dem Rahmen ausfädeln.

    Wieder ein Detail erledigt.

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  • Ich habe den Faden Der Anlasser eröffnet. Ich schätze, das Thema wird uns noch ein wenig begleiten.

    Letztendlich läßt er sich NICHT wie im Werkstatthandbuch beschrieben ausbauen. Ich schätze aber, ich habe eine Möglichkeit gefunden. Aber lest selbst!


    So hiermit habe ich die Arbeit des gestrigen Tages beschrieben, wobei ich ca 46 neue Bilder eingebunden habe.


    "Aber es lernt ungemein"


    Leider hat sich heute das Wetter verschlechtert. Der Tag begann kalt, wurde dann aber nicht, wie die letzten Tage, nachmittags warm. Ich werde also heute nur weiter das Werkstatthandbuch zu Rate ziehen, der Kühler muß noch ab.

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  • Heute Nachmittag habe ich wieder viele Kleinigkeiten erledigt. Im Ergebnis habe ich nun 76 Bilder gemacht und mit sprechenden Namen versehen. Dann habe ich heute Abend meine neuesten Erkenntnisse zum Thema "Mittenverkleidung ausbauen" geschrieben. Morgen bin ich auf dem Weg nach Kiel um mir den anderen Motor zu holen. Da müßt ihr dann morgen ohne Neuigkeiten auskommen. Die fehlenden Beschreibungen liefere ich natürlich noch nach.

    Ich kann aber absehen, dass ich bei dem Tempo bis Ostern nicht fertig werde mit dem Einbau des Motors. Mir sind jetzt schon zu viele Details aufgefallen, die aufgehübscht werden müssen. Außerdem muß ich noch neue O-Ringe für die Ansaugflansche bestellen. Wenn der Motor dann raus ist, will ich noch die überzähligen Kabel von den Positionslampen entfernen, mit Silikonkabeln den Anschluss des Öltemperatursensors neu anschließen und die Zusatzscheinwerfer wieder anschließen. Wenn der Motor raus ist, kann ich auch leichter die Verkabelung dafür überprüfen und erneuern. Außerdem möchte ich am Anschluss an der Lima für die Kontrollleuchte ein Voltmeter anschließen. Dafür brauche ich auch eine weitere Silikonleitung.


    Und da wir gerade bei der Lima sind,


    f6c1342kabelhinterlimvajeb.jpg


    Wofür ist dieser Kabelstrang?? Die dicke Leitung unter dem Schraubenzeiher ist die Verbindung von der Lima zur Batterie.

    Wofür ist aber die graue Leitung, die im Viertelbogen hinter der Lima hochkommt, Die ist irgendwo unten am Motor festgemacht.


    Kann ich das Kabel, dass zur Batterie führt, einfach so abschrauben oder gibt es da eine Trick?


    Soweit für heute, es ist spät genug!

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  • Hallo,finde deine Beschreibungen immer wieder Klasse,aber eine Frage hätte ich:warum muß der Motor raus ,will er nicht mehr so richtig,oder hab ich etwas verpaßt ?

    Schönes WE wünscht Donni :prost:

  • Den Faden zum Ausbau des Kühlers fertig gestellt.


    Nachdem der Kühler ab ist, haben wir einen freien Blick auf das Thermostatgehäuse:


    f6c1291kuehlwasserthe5ckrk.jpg


    Der Schlauch oben auf dem Thermostatgehäuse führt zum Einlauf des Kühlers, am Lenkkopf oben rechts.

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  • Fortsetzung: Was hängen da alles für Schläuche in den Schlauchhaltern unten am Motor?


    f6c1299ueberlaufschlacwjiu.jpg


    Der Überlaufschlauch des Kühlwasserausgleichsbehälters führt hinter der Lichtmaschne nach unten -


    f6c1300ueberlaufschla9fksy.jpg


    wird mit den anderen Schläuchen im Drahthalter hinten unten links am Motor gebündelt -


    f6c1301ueberlaufschlatkkb5.jpg


    und endet dann im Hintergrund vor dem unteren Rahmenquerrohr.


    Nachdem ich weiß, wie dieser Schlauch werkseitig geführt wurde, ziehe ich ihn vorsichtig nach oben, führe ihn nach links aus dem Rahmen -


    f6c1302ueberlaufschlapzjab.jpg


    und fixiere ihn provisorisch am Einfüllstutzen des Kühlewasserausgleichbehälters.


    f6c1303ueberlaufschlai7jet.jpg

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  • Ich klare den Bereich hinter der Lima auf um die Kabel zur Lima zu lösen. Dabei fand ich auch einen vermissten Schlauch:


    f6c1304schlauchtanken69js8.jpg


    Ich hatte beim ersten Ausbau des Tanks den dünnen Schlauch vermisst, der auf die Tankentlüftung gesteckt wird. Das scheint er zu sein


    f6c1306schlauchtankenxtku4.jpg


    Das war zumindest der letzte Schlauch, der in diesem Drahtbügel unten am Motor hing.


    f6c1305schlauchtanken3ukja.jpg


    Sein Ende steckt in dieser einzelnen Schlauchhalterung.



    f6c1307schlauchtankenehjxn.jpg


    Ich war überrascht, als ich in der Mitte dieses Schlauchs einen offenen T-Verbinder vorfand. Leider findet sich über den Entlüftungsschlauch nichts im Werkstatthandbuch. Aber in der Explosionszeichung zum Tank habe ich ihn bei CMSNL.COM gefunden:


    honda-gl1500c-valkyrie-1998-w-germany-fuel-tank_bigecz0v41f__1600_da8e.gif

    Quelle


    Da das werkseitig so vorgesehen ist, reime ich mir die Funktion so zusammen:

    Auf der Einen Seite kann nur dann Benzin aus dem Tank zu den Vergasern laufen, wenn im gleichen Volumen Luft in den Tank strömen kann. Wie auch immer dieses Beüftungsrohr im Tank geführt ist, gibt es die theoretische Möglichkeit, dass Benzin gegen die Mündung des Rohrs im Tank schwappt und ein Tropfen Benzin dann eben unten aus dem Belüftungsrohr tropft. Diese Benzin darf nicht auf dem Motor landen! Daher der lange Gummischlauch, der über den unten extra gesichterten Auslauf sicher stellt, dass dieser Tropfen unterhalb der Krümmer auf den Boden tropft. Allerdings hängt das Schlauchende so dicht über der Strasse, das bei einer Fahrt durch den Regen ein Wassertropfen am Ende des Schlauch anhaftet und denn kurzzeitig verschließt. Dann kann keine Luft in den Tank und die Versorgung zu den Vergasern wird gestört. Der Motor nimmt schlecht Gas an und läuft unrund.

    Um das zu umgehen, wird in der Mitte der Schlauchlänge dieser offene T-Verbinder eingesetzt. Ist das Schlauchende nun durch einen Wassertropfen verschlossen, kann die Luft durch das offenen Ende des T-Verbinders in den Tank eindringen. Gleichzeitig kann auch das Luftvolumen im Tank keinen Unterdruck erzeugen, der möglicherweise einen solchen Tropfen nach oben in den Tank saugen könnte.


    Wenn andererseits ein Tropfen Benzin im Schlauch runter rinnt, folgt er der Schwerkraft am T-Verbinder vorbei nach unten zur Mündung des Schlauchs. Und sollte der Tropfen warum auch immer am freien Ende der T-Stücks herauskommen, würde er außen am Schlauch runter rinnen und ebenfalls auf der Strasse enden.


    Das ist also ein notwendiges Detail, das die Funktion der Vergaser gerade bei Starkregen sicher stellt! (OK, das kennen die wenigsten von euch :wink2: )

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Motor Nebenkabelbaum ausfädeln


    Der Motor Nebenkabelbaum wird am vorderen Motorträger rechts von zwei Kabelhaltern fixiert.


    f6c1308motornebenkabea3kja.jpg


    Während der untere Halter von vorne aufgebogen werden kann, kann der obere nur von rechts hinten geöffnet werden.


    f6c1310lenkkopfblendep0kf4.jpg


    Um da ran zu kommen muß spätestens JETZT die Blende vorn rechts am Lenkkopf abgebaut werden.


    f6c1312motornebenkabekzkkx.jpg


    Da ist er! Ich habe den Halter mit meinem großen Klingenschraubendreher aufgehebelt.


    Nachdem der jetzt auf ist, können wir die Stecker ausfädeln:


    f6c1313steckerneutral8bkge.jpg


    4-pol Stecker weiß, der mit einem eigenen Sammelrohr nach vorn an die Oberkante des vorderen Motordeckels führt. Das ist der Stecker für die Zündimpulsgeber.


    f6c1314steckerneutraly3jnc.jpg


    Ausgefädelt und vorne als Ring gebündelt.


    f6c1315steckerneutralfjkkf.jpg



    Der blaue Stecker führt zum "ECT-Sensor", der schon mehrfach an anderer Stelle erwähnt wurde. "ECT" steht für "Engine Coolant Temperature", also für "Motor Kühlmittel Temperatur". Der rote Stecker bündelt die Leitungen zum Leerlaufschalter, Öldruckschalter und zum engl. "Thermosensor", deutsch "Messfühler", einem 2. Messfühler für die Kühlmitteltemperatur. Über das Signal aus dem "ECT" wird im Motorsteuergerät zwischen der Zündkurve für den Kaltlauf und der Zündkurve für den Warmlauf hin- und hergeschaltet. Der Messfülher hat eigene eigenen Masseleitung und schaltet möglicherweise die Kühlwasser-Warmlampe bei Überhitzung des Systems ein. Ich werde das in einer extra Beschreibung der Elektrik genauer darstellen.


    f6c1316steckerecmschawujg3.jpg


    Die Kabel der Stecker 4-pol Rot und 2-pol Blau sind in einem eigenen Sammelrohr gebündelt. Das hat oben eine lange weiße Plastikmarkierung mit einer Nummer drauf.


    f6c1317motornebenkabet6kgb.jpg



    f6c1318motornebenkabe80jrb.jpg


    Wie ihr vielleicht erkennt, verzweigt sich dieses Sammelrohr mehrfach. Ich versuch es vom Motor zu lösen und scheiterte wiedermal!


    Hier nun ein Blick auf die Sensoren am Thermostatgehäuse:


    f6c1321kuehlwassertem80jv6.jpg


    Hier der "ECT-Sensor". Der Stecker ist zweipolig. EIn Kabel geht auf den Sensor, das andere Kabel ist eine eigene Masseleitung, die ich später noch zeige.


    f6c1323ecmschalterentmij9s.jpg


    Gegenüber sitzt der "Messfühler". Mit Druck auf diese Haltelasche wird der Stecker entriegelt. Warum dieser Stecker einen eigenen Masseleitung mitbringt, verstehe ich nohc nicht. Dieser Sensor könnte ja direkt auf das Thermostatgehäuse schalten, sofern das ein Schalter ist. Egal, auch diese Frage werde ich noch klären.


    f6c1324ecmschalterget66j5d.jpg


    Den Stecker des Meßfühlers habe ich abgezogen.



    Und hier endet meine Versuch, den Motor Nebenkabelbaum vom Motor zu trennen:


    f6c1325motornebenkabeqyjb5.jpg


    Unter dieser Schraube, auf die ich mit dem Schraubendrehr zeige, sitzt die extra Masseleitung für den "ECT". Und die sitzt so dicht am Thermostatgehäuse und darüber so dicht der Kunststoff des Windschotts, dass ich mit keinem Werkzeug an den 6-Kantkopf komme. Bei eingebautem Motor läßt sich das so nicht abschrauben. Da müßte dann die Vergaserbank raus und vorne das große Windschott rausgezogen werden um diese Schraube zu lösen. Wieder was gelernt!


    f6c1326motornebenkabewkkn1.jpg


    Also falte ich das ganze Gebammsel beieinander und bündele es mit zwei Gummiringen.


    Somit ist der Motor Nebenkabelbaum für den Motorausbau gesichert.

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Den Ausbau der Lichtmaschine habe ich hier beschrieben: Die Lichtmaschine


    Am Wochenende war ich in Kiel und habe mir den Ersatzmotor von Frank S aus der Schrauberbude geholt.


    f6c1380tauschmotorint1ukr7.jpg


    Der stammt aus einer Interstate und ein kleiner Unterschied ist mir sofort aufgefallen:


    f6c1381ectsensorflachkgkk1.jpg


    Am Themostatgehäuse ist der Kontakt des ECT-Sensors als Flachstecker ausgeführt.


    f6c1321kuehlwassertem80jv6.jpg


    Bei meinem 99er Standardmodell für Europa ist das ein Stift-Kontakt. Da werde ich also einen kleinen Adapter bauen.


    Einen Vorteil hat es aber - der Interstate-Motor kennt "Galopp" bei niedrigen Drehzahlen als "normale" Gangart!



    Noch ein Detail:


    f6c1382tauschmotormitvvk39.jpg


    Die Mittelfuge ist mit Dichtmasse gedichtet. Warum schraubt man einen Motor in der Mitte auseinander? Möglicherweise um Übermaßkolben einzubauen? Vielleicht geht er deshalb trotz der hohen Laufleistung so gut?


    Ich brauch ein Endoskop! :staun:

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Bisher habe ich immer noch den Plan die Vergaserbank im Rahmen hängen zu lassen und sie NICHT auszubauen. Dazu muß aber das PAIR-Ventil von seinem Gegenstücken am Motor getrennt werden. Am einfachsten erscheint mir das an den großen, rechtwinkligen Rohren, die zum PAIR-Ventil führen. Allerdings sind die mit Federklemmen befestigt. Um diese zu lösen, braucht man eine Spezialzange:


    f6c1327schlauchschellb9jd5.jpg


    Auf der einen Seite hat diese Zange einen Napf und auf der an deren Seite einen Metallzylinder mit einem breiten Schlitz. Außerdem kann man die Zange gegen den Druck der Federklemme festrasten.


    f6c1328schlauchschellq5j6p.jpg


    Ansetzen und zusammendrücken, wobei die scmale Zunge der Fedrklemme im Schlitz sitzt.


    f6c1329schlauchschellhgjok.jpg


    Drückt man die Zange zu, dann öffnet sie die Federklemme und verriegelt gleichzeitig. So kann man die Klemme auf dem Rohr verschieben.


    f6c1330schlauchschell20jl7.jpg


    Beide Schlauchklemmen werden geöffnet und verschoben.


    f6c1331pair-ventilsch6rkry.jpg


    Dann können die Schläuche von den Flanschen geschoben werden.



    f6c1332regelschlauchpcejbz.jpg


    Der dünne Schlauch oben auf dem PAIR-Ventil regelt dieses wohl mittels Unterdruck. Der Schlauch führt zu einem T-Verbinder. Dieser teilt sich auf zwei Schläuche, die zum Ansaugflansch von Zylinder 3 und 4 führen, wo die Schläuche aufgesteckt sind.


    f6c1333regleschlauchpj7kje.jpg


    Hier der Anschluß am Ansaugflansch von Vergaser 4.


    Wieder einen Schritt weiter.

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Tipp!

    Schmeiß das Bescheißerzeug raus!

    Im neuen Motor habe ich schon Blindstopfen eingedrückt. Brauchst nur das Loch am Luftfilter und die Unterdruckschläuche an den Ansaugstutzen von Vergaser 3 und 4 blind setzen.

    Vorteil, sie läuft ruhiger und sauberer.


    Abgaswerte mit SLS ca. 0,7 Vol.% CO, ohne um die 3 Vol.% CO, 4,5 bis 7 Vol.% CO sind erlaubt.


    Das SLS bläst über das Flatterventil zusätzlich Luft in die Abgaskanäle, dadurch werden die Abgase verdünnt, aber natürlich nicht verringert.

    Die zusätzliche Luft hindert den Motor seine Abgase los zu werden.

    Schrauberbude Kiel, Fördestammtisch und Stammtisch Legendary!

    Berni # 17971