Wartungsarbeiten an einer Maschine ohne Wartungsnachweis

  • Servus EO,


    ich habe mir schon vor Jahren eine Zusatz-Sicherungsdose besorgt und für Dauerstrom/Zündungsstrom hergerichtet. Sie kann gut hinter dem rechten Seitendeckel untergebracht werden. Damit können alle Zusatzkabel übersichtlich verlegt werden.

    Vor Jahren gab´s hier im Forum auch eine Bauanleitung dafür, ich kann sie aber nicht mehr finden :ka: ....

  • Hallo Berni,


    erst Mal danke für die tätige HIlfe! Ich habe es mir nochmal an der Maschine angeschaut. Deine Lösung den Strom für die Zusatzscheinwerfer direkt an der Batterie abzugreifen ist sehr viel einfacher als die von mir angedachte Lösung mit dem Abgriff am Anlassermagnetschalter. Das werde ich auch so machen. Den Faden zur Lima habe ich mir auch nochmal reingezogen. Das vertieft das Wissen. Ich denke, ich werde mir zwei H3-LED-Leuchtmittel besorgen. Wenn ich das richtig interpretiere, saugen die bei einem äquivalent von 55 Watt H3-Licht ca 30 Watt. Das entlastet das Stromwerk!


    Dank dieser Diskussion habe ich jetzt alle Details um das Gewerk an meiner Maschinen anzuschließen! Das gibt mir richtig Auftrieb den Kram nu endlich fertig zu stellen!


    Gruß, EO

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

    Rollender Donner und schweres Metall tragen mich wie ein Sturmwind über das Land!

  • Hallo Robert,


    habe deinen Beitrag eben erst gesehen, als ich mit der Antwort an Berni fertig war. Ja, so ein Sicherungskasten wäre echt praktisch. Das, was zur Zeit angeboten wird, ist leider etwas größer in seinen Außenmaßen. Ich finde, das ist die eigentliche Herausforderung - nicht die beste aller technischen Lösung zu konzipieren und zu bauen, sondern mit dem, was kurzfrisitig verfügbar ist etwas Dauerhaftes zu bauen. Mit der Erfahrung lernt man, was besser wäre und kann dann, wenn man später ein besseres Bauteil bekommt, dieses Erwerben und nochmal umbauen.


    Gruß, EO

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Jetzt habe ich gestern spät noch die Kupplungshydraulik neu befüllt und entlüftet. Funktionierte nach Lehrbuch, zum Schluss pumpt jeder Zug am Kupplungshebel eine ordentliche Menge Bremsflüssigkeit aus dem Entlüftungsnippel in den Auffangschlauch, auch ohne jede Luftblase - aber es baut sich kein Druck auf. Wenn der Entlüftungsnippel zu ist, geht der Kupplungshebel genauso leicht zu ziehen, wie wenn der Entlüftungsnippel auf ist.


    Was habe ich übersehen?

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Nachtrach: Ich hatte mit Berni telefoniert. Der meinte die Kupplung sei einfach leichtgängig. Ich sollte die Maschine auf die Räder stellen, den 1. Gang einlegen und mit schieben prüfen, ob die Kupplung trennt.

    Habe ich gemacht. Die Kupplung trennt NICHT.


    Vorschläge?

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • OK, bekomme ich den Nehmerzylinder bei eingebautem Motor ausgebaut?


    Ich kann ja erst Mal am kaputten Motor schauen, wie sich das Teil ausbauen läßt. Sonst muß der Motor nochmal raus.

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Aber Vorsicht beim betätigen der Kupplung, nicht das die Membrane ganz raus rutscht, sonst musst du neu entlüften.8o


    Ausbau ist von unten kein Problem, ich habe schon mehrfach die ganze Kupplung im eingebauten Zustand gewechselt.

  • Tatsächlich! "Theoretisch" könnte ich den Kupplungsnehmer bei eingebautem Motor ausbauen - wäre da nicht mein Hauptständer im WEG. Da habe ich jetzt eine 3/4 Stunde rumgeochst bis der vom Rahmen gefallen ist und es ist schon abzusehen - den wieder dran zu setzen wird ähnlich spassig!


    Wird fortgesetzt...

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • So, der Kupplungsnehmerzylinder ist draußen! Ohne Hauptständer ist es einfach. Und der arbeitet wie er soll. Völlig leichtgängig. Die Kupplung trennt trotzdem nicht.

    Verklebte Scheiben? Zusammenbauen, den Motor anschmeißen und schauen ob der Motor die Kupplungsscheiben trennt?

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Habe ich schon. Wenn ich am Kupplungshebel ziehe bei geöffnetem Entlüfterventil kommt nur klare Bremsflüssigkeit ohne Blasen.

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Hauptständer ab- und anmontieren


    Was für eine elende Arbeit!


    Der Hauptständer wird von den beiden Bolzen gehalten, die in der Mitte des Querrohres unter der Schwinge den Träger des Seitenständers halten.


    f6c1637hauptstaendera68k7f.jpg


    Diese Bolzen kann man nicht herausnehmne, da das Querrohr der Schwinge den Weg versperrt. Von unten werden die Bolzen mit 19er Selbstsichernden Muttern gehalten und die Bolzen haben 17er Köpfe.


    f6c1641hauptstaenderaoujld.jpg


    Der Hauptständer wird rechts von einer zusätzlichen Klemme mit 16er Edelstahlbolzen gehalten. Es ist eigentlich kein dran kommen. Für jeden 6-Kantkopf gibt es nur einne Weg ein Werkzeug anzusdetzen. Die meiste Zeit habe ich seitlich neben dem Mopped gelegen und "in der freine Luft" mit beiden Armen hoch mit Kraft an den Bolzen und Muttern gedreht um sie zu lösen.

    Dabei geht das auseinanderschrauben noch relativ einfach, weil alles drängt nach unten. Nur der Zusammenbau gestaltete sich äußerst trickreich.


    Der Hauptständer mußte ja irgendwie unter das Rahmenrohr gehalten werden, denn die Bolzen können sich frei drehen. Man braucht beide Hände um einmal den Bolzen oben mit einem Schraubenschlüssel zu fixieren und dann die Mutter mit einer Nuß auf einer mittleren Verlägerung von unten auf den Bolzen zu drehen.


    f6c1640hauptstaenderauqkr0.jpg


    Ich habe einne Trick angewendet und den Hauptständer von unten mit einer kurzen Schraubzwinge am Rahmnequerrohr fixiert. So hatte ich beide Hände frei um die Muttern auf die Bolzen zu drehen.


    f6c1642hauptstaendera0xj07.jpg


    Gerade das Einsetzen der 16er Bolzen von unten war eine Herausforderung, weil die oben in eine Platte geschraubt werden, die frei auf dem Rahmenrohr liegt und sich leicht vom Bolzen anheben läßt und damit auf dem Gewinde verkantet, als dass sich der Bolzen ins Gewinde in der Platte reindrehen ließe. Irgendwann war es aber geschafft! Alle 4 Bolzen waren festgedreht.


    Dann fiel mein Blick auf den Seitenständer, der immer noch neben dem Mopped auf dem Boden lag! Den hatte ich zwar vergessen, aber ich hatte trotzdem die richtige Montagereihenfolge eingehalten. Der Hauptständer wird mit den beiden Bolzen fixiert, damit er an der richtigen Stelle sitzt. Dann kann die Klemme rechts montiert werden. Dann dreht man die beiden großen Bolzen wieder los und setzt den Halter des Seitenständers an, während der Hauptständer nur von der Klemme rechts gehalten wird. Dann müssen nur die beiden Muttern wieder auf die Bolzen gedreht werden und der Hauptständer ist wieder montiert. Das geht garnicht anders!


    f6c1643seitenstaenderd7jo4.jpg


    Es war auch beim Hauptständer höchste Not die Bolzen zu reinigen und zu fetten. Den Seitenständer habe ich auch rundum gereinigt und gefettet.

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Ich habe zur Zeit gliech mehrer Themen, die ich abarbeite. Unter anderm eben auch die Neuverkabelung der Zusatzscheinwerfer. Nachdem ich nun alle Verkabelungen geprüft hatte, malte ich mit mehrer Skizzen der Schaltung. Es ist natürlich einfach sowas auf Papier zu skizzieren. Es ist aber etwas ganz anderes wenn man sich an die Maschine begibt und die Frage beantworten muß Wo werden die Kabel lang gelegt, wo verstekce ich die Relais und wo muß ich Stecker einbauen um das alles aus dem Weg zu räumen, wenn ich im Bereich des rechten Motordeckels schrauben will? Das kostet Zeit!


    Ich habe nun eine Kaskade von 4 fliegenden Sicherungen zusammen gelötet und diese mit einer Schrauböse an der Hauptsicherung montiert.


    f6c1604zusatzsicherunp1joo.jpg


    Da sieht zwar immer noch ein wenig "gebastelt" aus, aber ich habe diese Teile in dr Werkstatt und es fuktioniert. Außerdem finden diese Sicherungen ihren Platz unter der Elektrik im rechten Seitendeckel. Die sind somit "aus dem Weg".


    f6c1648kabelbaumrelaik2jnz.jpg


    Von links ragen die roten Kabel von den Sicherungen nach oben. Die zwei STecker oben verbinden die Sockel dre Relais mit dem Zusatzkabelbaum. Rechte hängen ein 4-Pol-Stecker und ein 2-Pol-Stecker aus dem Kabelbaum für den Anschluss der Zusatzschweinwerfer. Im 4-Polsteckre sind 2 gelbe Leitungen um den Strom von den Zusatzschaltern zu den Relais zu bringen, und zwei rote Leitungen um den Strom von den Relais zu den Zusatzlampen zu bringen. Der 2-Pol-Stecker leitet Zündstrom aus der Buchse für optionale Verbraucher für die Zusatzinstrumente ins Lampengehäuse und Batteriestrom für die Uhr nach vorne. Die 4. Sicherung ist optional, wennich z.B. das navi von Zündstrom auf Battereistrom wechseln will. Dann brauche ich das nur umzusteckern. Außerdem habe ich so noch eine Stromquelle frei um eine Handy-Ladergerät unter dem Sitz anzuschließen.


    f6c1651relaiszusatzschujkv.jpg


    Die Relais lege ich hier unter dem Sitz ab. Die Sockel sind zusammensteckbar. Ich bn überrascht wieviel Zeit es mich kostet diese Verkabelung zu bauen. Schon allein alle Kontakte für die Stecker zu krimpen, nachdem ich überlegt habe, wie alle Kabel zu legen sind und wo die Stecker hinmüssen, kostet unglaublich viel Zeit.

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Jetzt muss ich dir widersprechen, das mit deinem Verteiler ist Pfusch!

    Die Blaue Leitung hat ein viel zu geringen Querschnitt!


    Warum quetscht du nicht auf jede Leitung einen Ringkabelschuh und klemmst die Kabelschuhe mit einer längeren Schraube an die Batterie oder Sicherung?


    Ist einfacher und du hast keine Querschnittsverjüngung.

  • Auf dem blauen Kabel liegen 2x 55 Watt für die beiden Zusatzscheinwerfer, sofern ich sie beide gleichzeitig anmache. Aber nur bis ich LED-Leuchtmittel einbaue, dann sind es 2x 30 Watt. Der Strom für die Zusatzinstrumente, Ölthemperatur und Tankuhr ist vernachlässigbar, ebenfalls der Strombedarf für das Navi. Die Leitung ist genauso dick wie das rote Kabel, das hinter der 30A Sicherung zum Zündschalter führt und da liegt der gesamte Strombedarf der Maschine drauf.

    Drei oder vier Ringkabelschuhe über einander zu schrauben ist 1. fummelig und führt 2. dazu, dass sich der Deckel der 55A Blattsicherung nicht mehr verriegeln läßt. Du hast aber recht, das ist nur ein Provisorium um die Schaltung für die Zusatzscheinwerfer überhaupt in Gang nehmen zu können. Mittelfristig werde ich mir einen kleinen 4-Sicherungen Sicherungskasten besorgen, der dann mit einer dicken Leitung angeschlossen wird und den Strom verteilt. Ich habe aber so viele Baustellen gleichzeitig, dass ich das auf etwas niedrigere Priorität setze, vor allem kann ich das später noch ändern, auch wenn LuFiKasten und Tank wieder montiert sind.


    Ich zeige das hier im Detail, weil ich eben genau auf solche Ratschläge und Anregungen hoffe, weil ich als Späteinsteiger zwar eine Menge verstehe und nachvollziehen kann, mir aber wie zu sehn ist, die Erfahrung in der Praxis fehlt. Daher besten Dank, Berni!

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Eine kurze Konzeptdiskussion unter Fachleuten:


    Berni, du hast ja oben erwähnt, dass eine Sicherung immer das Kabel absichert und nicht den Verbraucher. Daraus folgt aber auch, das die einzelnen Verbraucher eine eigene kleine Sicherung haben müssen, die den Verbraucher absichert. Das ist ja ein Konzept aus der Großelektrik, bei der auf der die Stromquelle so leistungsstark ist, dass sich die Kupferkabel im Falle eines Kurzschlusses so erhitzen können, dass die Isolation schmilzt. Außerdem sind die Kabellängen im Gegensatz zu denen in einem Fahrzeug sehr lang. Auf dieser Länge müssen die Kabel also vor Kurzschlüssen durch mechanische Beschädigungen geschützt werden. Soweit ist das logisch.


    Am Fahrzeug ist der Abstand zwischen Sicherung und Verbraucher mit max 2 m extrem kurz. Daher gehe ich unabhängig vom Kabelquerschnitt so vor: Ich sichere die Verbraucher mit kleinen Sicherungen ab, und zwar in Abhängigkeit des Strombedarfs des Verbrauchers. Und zwar unabhängig vom Kabelquerschnitt. Weil nämlich zu jedem Verbraucher nur ein Kabel gezogen ist, bzw. der Strombedarf der Verbraucher, wie z.B. die Zusatzinstrumente so gering ist, dass die Zuleitung eigentlich völlig überdimensioniert ist. Ich wähle ein dickeres Kabel als benötigt, weil ein dickes Kabel mit dicker Isolation mechanisch stärker belastbar ist und nicht so leicht durchscheuert, Kabelbruch bekommt oder durchreisst. Das ist für mich das Kriterium der Wahl. Trotzdem möchte ich nicht, dass diese Kabel im Falle eines Kurzschlusses kurzeitig zu schmoren beginnen, weil da eine 10 oder 20 A Sicherung dran hängt.

    Das Prinzip ist das gleiche wie am Mopped. Auf dem Starterreais sitzt eine 30A-Sicherung die die Leitung vom Starterrelais zum Zündschalter und von dort auf die 3 Zuleitungen zum Sicherungskasten absichert. Die 3 Zuleitungen verteilen sich auf mehrere Sicherungen, die je nach Verwendungszweck mit 10 oder 5 A die einzelnen Stromkreise absichern. Wenn also ein Kurzschluss in den einzelnen Stromkreisen auftritt, dass fliegt die "kleine" Sicherung im Sicherungskasten, gibt es einen Kurzen von der Hauptsicherung zum Sicherungskasten, dann fliegt die "große" Hauptsicherung. Das grenzt doch die Fehlersuche sehr ein.

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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  • Ich habe heute die letzten Verbindungen im Lampengehäuse fertiggestellt. Dabei ging mir folgendes durch den Kopf:

    Ich habe ein Voltmeter. Dieses habe ich auf den freien Kontakt der Lima geklemmt, auf den normalerweise die Anzeigeleuchte geklemmt wird, die den Ausfall der Lima anzeigen soll. Soweit, so gut, das wird funktionieren.


    Aber was passiert, wenn ich einen Kurzschluss auf diesem Kabel bekomme, das ja von der Lima den gesamten Rahmen nach vorn bis in das Lampengehäuse geführt wird. Es gibt eine 55 A Sicherung hinter der Lima Richtung Kabelbaum. Der Strom auf der Leitung zum Voltmeter kommt aber direkt aus der Lima. Da würde doch die Regelelektronik in Mitleidenschaft gezogen, wenn es da einen Kurzen gibt, oder?


    Ich schätze, da müßte noch eine 2A-Sicherung in die Leitung zum Voltmeter eingebaut werden, und zwar direkt hinter der Lima! Ja/Nein?

    EO von Waterbrunn #38689 Einer von Hundert

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