Beiträge von Berni

    Nach ca. 300km Testfahrten bin ich erstmal fertig mit meinem Tuning. Ich habe mich für das ICM der IS entschieden, auch wenn es den DKS nicht unterstützt. Die Beschleunigung im unteren Drehzahlbereich ist mit dem ICM der IS einfach viel besser.

    Die Schwimmernadel habe ich wieder von 4 auf Stellung 3 von oben gesetzt, weil ich mir einbilde, dass der Motor so sauberer von unten raus beschleunigt.

    Mit den 115er Hauptdüsen war das Kerzenbild zu dunkel, also lief der Motor zu fett. Nun sind die 110er Düsen wieder drin.


    Erst mal bin ich zufrieden mit der Anpassung an den Auspuff. Sie hat von 1500 bis 3000 U/min viel mehr Druck, auch schon bei halber Drosselklappenstellung. Ab 4000 U/min geht die Post auch sehr gut ab. Endgeschwindigkeit habe ich nicht getestet, macht ohne Scheibe eh kein Spaß, also interessiert‘s mich das nicht. Am besten sind Ampelstarts und überholen , das macht richtig Laune!

    Wir haben in der Schrauberbude Werkzeug angefertigt um die Mutter zu lösen und die Spannscheibe für die Lamellen zu entspannen. Wenn du willst schicke ich dir die Sachen zu.


    Kupplung1.jpgKupplung3.jpg


    Einen Korb zum ausrichten der Lamellen haben wir auch, dann brauchst du deinen nicht extra ausbauen.


    Ich fahre die Lamellen von Matties, arbeiten sehr gut. Nachteil, wenn sie länger steht kleben sie zusammen.

    Überbrücken des Starttasters für Scheinwerferlicht (US Model) und Interstrade, wenn der Kontakt im Starttaster verbrannt ist.

    In der Lampe die schwarz/rote Ader am 9P schwarzen Stecker abklemmen und mit der blau/weißen Ader am Verbinder verbinden. Jetzt leuchtet das Licht immer wenn die Zündung an ist.


    Damit das Scheinwerferlicht beim Start nicht leuchtet, kann man ein Relais von der Lichtmaschine ansteuern und damit das Scheinwerferlicht schalten. Das Licht leuchte dann erst wenn die Lichtmaschine Strom erzeugt. Hat auch den Vorteil, wenn die Lichtmaschine defekt ist, geht das Scheinwerferlicht aus und man kann länger mit der Batterie fahren.

    Einfach ein Relais im Scheinwerfer befestigen und folgender Masen belegen.

    Die schwarz/rote Ader am 9P schwarzen Stecker abklemmen und auf 30 vom Relais klemmen. Die blau/weiße Ader vom Verbinder abklemmen und an 87 vom Relais klemmen. Masse an 85 vom Relais und eine neue Ader von 86 des Relais zur Lichtmaschine ziehen und an den nichtbelegten Kontakt klemmen.


    03Licht über Lima US.jpg


    Beim EU Model gibt es die schwarz/rote Ader nicht, weil das Scheinwerferlicht nicht über den Anlasstaster geführt ist. Die hat ja einen Lichtschalter.

    Hier könnt ihr auch ein Relais einbauen um die Batterie beim Startvorgang zu entlasten, da der Lichtschalter ja doch meistens eingeschaltet ist. Einfach die blau/weiße Ader durchtrennen und je ein Ende an 30 und 87 vom Relais anschließen. Der Rest ist gleich wie beim US Model.

    Ernstl, ich finde es sehr gut noch mal nachzufragen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Für mich ist es immer schwer einzuschätzen wie weit einer in der Materie steckt, oder ob ich mich richtig ausgedrückt habe.


    Mit dem DYNO JET KIT hängt das Moped besser am Gas, der Motor dreht schneller hoch.


    Wenn du Gas gibst, und damit die Drosselklappe öffnest, ensteht Unterdruck. Dieser Unterdruck hebt über ein Kanal den Gasschieber mit der Schwimmernadel an. Wenn die Federn weicher sind, und die Schwimmernadel etwas höher hängt, wird die Hauptdüse schneller freigegeben und der Kraftstoff kann sich schneller mit der Ansaugluft vermischen. Der Motor bekommt schneller ein zündfähiges Gemisch und kann schneller seine Kraft entfalten. Das Drehmoment steht schneller zu Verfügung. Das Moped fährt damit schneller los.


    Das Drehmoment und die Leistung werden dadurch nicht erhöht, sondern nur verschoben.

    Mir hat das ja keine Ruhe gelassen mit dem Drosselklappensensor (DKS). Daraufhin habe ich versucht meine Messungen mit der Stroboskoplampe noch zu verbessern. Das Hauptproblem ist, die Drehzahl genau zu halten und gleichzeitig zu messen.


    Wie ich gestern schon geschrieben habe, unterstützt das Steuergerät (ICM) von der Interstrade (IS) den DKS nicht.

    Mein Standard ICM Bj. 2002, gibt die 5V Versorgungspannung raus und verstellt die Frühzündung über den DKS, aber nur um ca. 2° ab ca. 3500 U/min. Da muss ich mir noch was einfallen lassen, entweder mechanisch, oder mit einem Widerstand. Hintergrund, ich möchte annähernd die Kurve vom DYNA 3000 hinbekommen.


    Die Messungen mit den beiden ICM’s und dem 4° Trigger Wheel (TW) habe ich noch mal wiederholt.


    Diagramm5.png


    Wie man an den Kurven schön sehen kann, hat die F6C mit dem 6° TW (blau) ab 3000 U/min die gleiche Kurve wie die IC mit 4° TW (rot). Das ICM der IS zieht die Frühzündung schon bei 1500 U/min deutlich mehr auf, was natürlich der Beschleunigung im unteren Drehzahlbereich sehr zugute kommt. Zum Vergleich die gelbe Kurve F6C original TW. Die Kurve vom DYNA 3000 (grün) Modus 10 ist eigentlich gar nicht so weit weg von der ICM Kurve.

    Heute habe ich mal mit meinem Drosselklappensensor gespielt. Der verstellt den Zündzeitpunkt um ca. 4°. Leider in die falsche Richtung. Bei mir war er schon am Anschlag eingestellt. Am Anfang war da überhaupt keine Reaktion, bis ich festgestellt habe, das das ICM von einer IS den Drosselklappensensor gar nicht unterstützt, musste ich mein eigenes wieder einbauen. Werde morgen mal weiter probieren.

     

    Die MOTAD Auspuffanlage aus VA macht ja einen guten Eindruck, habe leider nichts über das Innenleben gefunden, und ob die Krümmer Doppelwandig sind. Aber sie sind mit ABE und Eintragungsfrei.

    Erst mal muss ich ja sagen, dass alles nur gefühlt ist. 100%ig würde es nur auf dem Prüfstand was bringen.

    Ich empfehle dir mal „Penners Viertakt Tuning Fibel“ zu lesen. Die hat echt was!


    Von der Logik kann man ja sagen, was oben rein kommt muss auch hinten wieder raus.


    Bei unserer Brennsau haben wir nur die Auspuffkrümmer verbaut und 6 K&N Filter auf den Vergasern. Danach konnte man nur in Zeitluppe Gas geben. Hat sich sonst sofort verschluckt.

    Mit 115er Hauptdüsen lief sie dann gut, ist aber laut Kerzenbild immer noch zu mager. Dieses ist aber auch gewollt, sie soll ja auch ordentlich Feuerlanzen beim gaswegnehmen spucken.

    Die Vergasernadeln sind auf der 4 Kerbe von Ober, wenn ich mich recht erinnere. Die hat so viel Drehmoment das du auch im 3 Gang brennen kannst. Michi hat das mal gemacht.


    Was Penner in der Tuning Fibel beschreibt, man soll immer nur ein Tuningschritt machen und dann die Veränderung testen und auch notieren. Sonst weiß man am Ende nicht mehr was was gebracht hat.


    Drosselklappenversteller korrigieren, was meinst du damit? Synchronisieren der Vergaser?


    Nehmen wir mal deine Cobra Anlage. Cobra bietet ja an, wenn man die Anlage verbaut, soll man das Dyno-Kit-Set, gibt’s ja auch von Cobra, verbauen und K&N Filtermatte ohne Schaumstoff in den Luftfilter einbauen. Für die amerikanische Version.

    Damit soll sie 10% mehr Leistung haben. Vielleicht hat das ja mal einer getestet.

    Ich habe mal in Florida eine mit Cobra Anlage gefahren, ein Höllen Lärm und keine Leistung. Allerdings wusste ich nicht ob der Rest umgebaut war.


    exhaust0.jpg


    Beim Auspuff ist es ja so, die Luft kommt mit Überschallgeschwindigkeit in die Krümmer und trifft dann in den Sammler, 2 mal 3 in 1 bei der originalen, je weniger das nun verwirbelt wird, umso lauter kommt es hinten raus. Der Staudruck ist auch weniger. Wie schreibt Penner, das muss mit der Airbox in Resonanz sein. Wie eine Sinfonie.

    Wenn ich, wie bei der Brennsau, nur die Krümmer habe, ist ja fast kein Rückstau. Da erreiche ich mit viel Sprit und Luft ein hohes Drehmoment.

    Wenn die Auspuffanlage vorgegeben ist, muss der Rest darauf abgestimmt werden.


    Da sind wir bei den Ansaugtrichtern, die sind enorm für das Ansprechverhalten zuständig. Da hat Honda aber schon super vorgearbeitet. Die Ansaugtrichter im Luftfilter sind alle gleich lang, glatt und trichterförmig. Also unbedingt lassen!


    Unterschied zwischen US- und EU- Anlage. Was ich weiß ist, dass die US Anlage einen kleineren Durchmesse hat und keine Reduzierung in den Auslässen. Ob die Krümmer verschieden groß sind weiß ich nicht.


    Ich würde bei dir mich erst mal auf eine Auspuffanlage festlegen, dann den originalen Luftfilter mit K&N Filter ohne Schaumstoff verbauen. Fahren und nach dem Kerzenbild die Bedüsung auswählen. Dann wenn du dunkelgrau hast und sie läuft gut ist der Fall erledigt.

    Ich habe ja meine Cherry Bomb Anlage gebaut und musste nun sehen wie ich das beste Ergebnis erziele.

    Bei der ersten Testfahrt hatte ich von vor her den Dyna-Kit Set, K&N Filter, 100er Düsen drin. Ergebnis, Gasannahme schlecht und Kerzenbild hellgrau.

    Bei der nächsten Testfahrt habe ich 105er Düsen verbaut. Ergebnis nicht viel besser.

    Dann 110er Düsen und das Luftleitteil aus dem Luftfilter entfernt. Jetzt war der Unterschied schon erheblich besser. Aber die Ansauggeräusche waren zu hart. Dann das Teil wieder eingebaut aber auf Abstand, um genug Luft zu bekommen. Fahrleistungen sind gleichgeblieben, aber wieder leiser. Wie geschrieben sind mir die Kerzen immer noch zu hell, deswegen werde ich noch die 115er Düsen probieren.



    Hast du kein Bock mehr auf ölige Finger ? 8o

    Ich habe in der Ölablassschraube noch den Öltemperaturfühler verbaut. Ist zwar nicht der beste Platz, habe aber noch kein besseren gefunden.


    Vmax gegen F6C? Nee nee, meine gebe ich nicht her! 8)


    Habe gestern noch mal ne Runde um den Block mit Autobahn gemacht. Mir ist mein Kerzenbild einfach noch zu hell. Jetzt sind 115er Düsen im Zulauf.

    Motortuning Honda F6C, Bj 2002, deutsche Ausführung, gedrosselt.

    Die Modifizierungen haben sich über 10 Jahre hingezogen.


    Die erste Änderung war damals der Einbau eines 6°TW von Ecke. Da lief mir das Moped aber zu rau, so dass ich ein 4°TW verbaut habe.

    Ergebnis: Gefühlt mehr Drehmoment und das Ansprechverhalten, besonders bei 2500 -3500 U/min, war besser.



    Als nächstes wurde die Drosselung entfernt. Auspuff gegen Amerikanischen getauscht, aus dem Luftfilterdeckel das Schaumstoff entfernt, 78er Hauptdüsen aus den Vergasern durch 100er ersetzt.

    Ergebnis: Gefühlt wieder mehr Drehmoment und besseres Ansprechverhalten.


    Dann kam der Dyno- Jet- Kit, verstellbare Vergasernadeln, erst mal auf Stellung 3 und weichere Membranenfedern. K&N Luftfilter ohne Schaumstoff wurde auch montiert. TW wurde wieder gegen 6° getauscht. Firma Kanzinger hat meinen Nockenwellen schärfere Steuerzeiten verpasst.

    Ergebnis: Eine deutlich spürbare Verbesserung des Drehmoments.


    Nach ein paar Jahren wurde das Steuergerät (ICM) von einer Interstrade (IS) getauscht.

    Da habe ich anfangs kein große Veränderung gespürt, nur der Motorlauf war im unteren Drehzahlbereich sehr rau. Also wieder auf 4°TW gewechselt. Nun lief sie wieder seidenweich und bis 3000 U/min war das Ansprechverhalten besser.


    Zwischendurch habe ich ja schon an einer Modifizierung
    der Auspuffanlage gearbeitet. Der Auspuff wurde hinten aufgeschnitten, die
    Schweißpunkte aufgebohrt, die Innerreihen entfernt und ein Cherry Bomb Einsatz
    eingebaut.


    IMG_4193.JPGR0016858.JPG


    Die
    Probefahrt war ernüchternd, starker Leistungsabfall. Der Sound war dumpf aber
    nicht aggressive, das gefiel mir.


    Sound


    Nach vielem Probieren kam folgendes Ergebnis raus.

    Dem Luftfilter verpasste ich ca. 1/3 mehr Lufteinlass durch modifizieren des Luftleitkunststoffteils.

    IMG_4210.JPG


    Ich hatte es erst ganz entfernt, aber da waren mir die Ansauggeräusche viel zu laut.



    Die Vergaser bekamen 110er Hauptdüsen und die Nadeln wurden auf die vierte Kerbe von oben gehängt

    Die Ansaugkanäle zwischen Vergaser und Zylinderkopf habe ich von innen poliert.


    Das Fahrverhalten hat sich gefühlt total verändert. Erst mal natürlich durch den Klang, aber auch das Drehzahlverhalten ist anders.


    Eins mal vorne weg! Wer glaubt, mit einem Vergaser befeuerten Motor, auf Schlag beim Vollgas geben die optimale Beschleunigung aus dem Drehzahlkeller zu bekommen, der Irrt sich gewaltig.

    Man sollte die Gashand schon etwas langsamer bewegen.


    Was ich als erstes bemerkt habe ist, wenn man mit halbem Gas nur bis ca. 3000 U/min beschleunigt und immer gleich schaltet, hat sie wesentlich mehr Dampf als vorher.

    Wenn ich bei 60km/h im 3. Gang, das Gas nicht schlagartig, sondern zügig aufdrehe, fängt sie bei 4000 U/min zu ziehen, das einem alten Sack wie mir schwindelig wird. Aus dem 1. Gang voll zu beschleunigen habe ich mich bei den jetzigen Straßenverhältnissen noch nicht getraut. Ich habe noch nicht genug Gripp, der Reifen verliert die Haftung.

    Endgeschwindigkeit habe noch nicht probiert, ist mir eigentlich auch egal.

    Jetzt werde ich mich erst mal an das neue Fahrverhalten gewöhnen und dann kommt ROX Dyna 3000 dran. Er hat mir das Ding netter weise zum Testen überlassen.